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Newsletter/ nawaros®03/06 Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros® Dr. Ingo Friedrich Schirmherr der Europäischen
Biomasse-Tage der Regionen 2006 Dr. Ingo Friedrich
Schirmherr der Dr. Ingo Friedrich, Vizepräsident des Europäischen
Parlaments, hat die Schirmherrschaft für die 8. Europäischen
Biomasse-Tage der Regionen 2006 übernommen. Er wird im September
in Brüssel den Startschuss zur europaweiten Aktionswoche rund um
Biomasse geben. Die Wurzeln dieser europaweiten Informationskampagne zur gesamten Bandbreite der Biomasseeinsatzfelder liegen in Bayern. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium setzte mit der Gründung von C.A.R.M.E.N. 1992 sehr früh auf die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe als wichtiges agrarpolitisches Ziel und initiierte 1997 den ersten Europäischen Biomasse-Tag der Regionen. Karl Hanglberger, Manager der Biomasse-Tage bei C.A.R.M.E.N., zeigte sich erfreut über die Zusage aus Brüssel, die die Bedeutung der Biomasse für die europäische Wirtschaft untermauert: "Das Europäische Parlament setzt sich für eine ehrgeizige und gleichzeitig realistische Strategie im Bereich erneuerbare Energieträger ein", zitiert Hanglberger eine Entschließung des europäischen Parlaments zu den Anteilen der erneuerbaren Energieträger in der EU, die konkrete Maßnahmen enthält. Biomasse wird darin als "der schlafende Riese unter den erneuerbaren Energieträgern" bezeichnet, dessen Potenzial nicht so ausgeschöpft werde, wie es bei tragbaren Kosten technisch möglich wäre. Die Gesamtkoordination der Europäischen Biomasse-Tage der Regionen liegt bei C.A.R.M.E.N., unterstützt von zahlreichen Ansprechpartnern in Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, Slowenien und Russland. C.A.R.M.E.N. wird deutschlandweit von 15 Koordinatoren
unterstützt, die fast in jedem Bundesland als Ansprechpartner für
Teilnehmer bereit stehen. Erstmalig kooperiert C.A.R.M.E.N. auch mit dem
Tag der Regionen , der in diesem Jahr unter dem Motto "Regionen voller
Energie" steht und am 01. Oktober u. a. Veranstaltungen zu erneuerbaren
Energieträgern durchführt. Der Tag der Regionen will durch die
Präsentation der Stärken und Einzigartigkeiten der Regionen
das Wir-Gefühl und die Vielfalt in der Region fördern. Zusammen mit den Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie (VWP) und der Universität Rostock, Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren, wollen die John Deere Werke Mannheim Traktormotoren auf den Pflanzensprit anpassen und auf langfristige Betriebssicherheit untersuchen. Die Prototypen sollen zudem die jeweils neuesten Abgasvorschriften sowohl im Betrieb mit Diesel als auch mit Pflanzenöl einhalten. Unterstützt wird das Entwicklungsprojekt von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist. Bislang müssen sich Landwirte, die mit reinem Pflanzenöl als Kraftstoff fahren wollen, an eines der Unternehmen wenden, die eine motorische Umrüstung anbieten. Jedoch sind nicht alle auf dem Markt befindlichen Umrüstkonzepte technisch ausgereift und die Traktorenhersteller übernehmen im Schadensfall keinerlei Garantie. Beim 100-Traktoren-Modellversuch wurde zudem deutlich, dass nicht jeder Motortyp gleichermaßen für eine Umrüstung geeignet ist. Während damals noch die Abgasstufe T1 die Grenzwerte vorgab, gilt heute bereits T2, die ihrerseits ab 2007 durch die noch schärfere und eine andere Motortechnologie erfordernde T3 abgelöst wird. Ob sich durch eine Optimierung der Anpassungsmaßnahmen an einen bestimmten Traktortyp auch schärfere Grenzwerte für Abgasschadstoffe einhalten lassen, das soll in dem bis Mitte 2008 laufenden Projekt herausgefunden werden. Informationen und Quelle: Fachagentur Nachwachsende
Rohstoffe e.V. (FNR), Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) will die Holznutzung voranbringen. Deutschland verfügt mit knapp 3,4 Milliarden Kubikmeter über die größten Holzvorräte in Europa. Da auch deutlich mehr Holz nachwächst als genutzt wird, kann die Holzverwendung ohne Verletzung des Nachhaltigkeitsprinzips verstärkt werden. Um rund 20 Prozent will die Bundesregierung die Holzverwendung bis zum Jahr 2014 steigern. Die Charta für Holz vom 3. September 2004 gibt dafür den Rahmen vor. Hierzu wurde zusammen mit Wirtschaft und Wissenschaft ausgelotet, wie Forschung und Entwicklung anwendungsorientiert vorangetrieben werden können. Neue Nutzungsmöglichkeiten stehen dabei ganz
obenan. So soll sich Laubholz z.B. auch im konstruktiven Bereich stärker
etablieren. Bereitstellung und Logistik sollen zur besseren Erschließung
des Holzpotenzials optimiert werden. Dabei geht es nicht nur um Waldholz,
auch für Nebenprodukte werden innovative Verwendungen gesucht. Für
die neuen Förderschwerpunkte ist der BMELV-Projektträger Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. zuständig. Die Einzelheiten sind
im Internet unter "Projektförderung" veröffentlicht.
Unter dem Motto "Der nächste Winter kommt bestimmt!"
stellten die Forstkammer Baden-Württemberg und der Bayerische Waldbesitzerverband
am 20. Februar 2006 die neue Broschüre "Brennholzadressen Süddeutschland"
vor. Darin sind Brennholzerzeuger und verkäufer aus Baden-Württemberg
und Bayern, nach Postleitzahlen geordnet, aufgeführt.
Im vergangenen Jahr wurden in NRW über 2.200 Pelletheizungen
aus Mitteln der Holzabsatzförderrichtlinie (Hafö) des Umweltministeriums
gefördert. Auf Grund der enormen Nachfrage musste das Programm vorzeitig
eingestellt werden. Damit in diesem Jahr möglichst viele Anträge
bewilligt werden können, wurden die Fördersätze reduziert.
In diesem Jahr sollen rund 3.000 Antragsteller Fördermittel für
die Pelletheizung bekommen. Auf der C.A.R.M.E.N.-Website steht seit kurzem ein Bilder-Service
für Pressevertreter und in der Öffentlichkeitsarbeit Tätige
zur Verfügung. Wer aus dem Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe Bildmaterial
mit bis zu 300 dpi Auflösung benötigt, kann sich unter http://www.carmen-ev.de/dt/aktuelles/presse/pressebilder/start.htm
mit Hilfe einer Gliederung thematisch Passendes heraussuchen. Neues Grünbuch der EU-Kommission Die EU-Kommission hat am 08.03.2006 ihr Grünbuch "Eine
europäische Strategie für eine sichere, wettbewerbsfähige
und nachhaltige Energie für Europa" vorgelegt. Darin werden
von der Europäischen Kommission die Grundlagen einer europäischen
Energiepolitik dargelegt. Mit dieser Grundlage skizziert die Kommission
einen Weg, wie eine europäische Energiepolitik die drei zentralen
Ziele der Energiepolitik - nachhaltige Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit
und Versorgungssicherheit - erreichen könnte. Dem Bundestag wurde nach der Verabschiedung durch das Kabinett
nun ein Gesetzentwurf zur Neuregelung der Besteuerung von Biokraftstoffen
zugeleitet. Der Entwurf sieht ab dem 1.8.2006 eine Besteuerung in Höhe
von 10 Cent/l für reinen Biodiesel, 15 Cent/l für Mischungen
von Biodiesel mit fossilem Diesel und 15 Cent/l für Pflanzenölkraftstoffe
in Reinform vor. Die Verwendung von Pflanzenölkraftstoffen in der
Land- und Forstwirtschaft soll nicht besteuert werden, ebenso sollen weitere
Biokraftstoffe steuerfrei bleiben. Keine Besteuerung ist auch bei Pflanzenöl-BHKW
mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent vorgesehen. Faustzahlen für die Landwirtschaft Die "Faustzahlen für Landwirtschaft und Gartenbau"
enthalten produktionstechnische, betriebswirtschaftliche und unternehmerische
Kenndaten zur Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Energiewälder auf stillgelegten landwirtschaftlichen
Flächen schaffen enorme Zuwächse. Pro Jahr und Hektar wächst
eine Holzmenge heran, deren Verbrennung etwa 5.000 Liter Heizöl einspart.
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft informiert
mit einem Merkblatt über den Anbau von Energiewäldern. Das Merkblatt
zeigt, wie man Energiewälder anbaut und erntet. Mit der Veröffentlichung "Ergebnisse des Biogas-Messprogramms" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), können Biogasanlagentypen untereinander verglichen werden. Dazu wurden bundesweit 59 repräsentativ ausgewählte
Biogasanlagen, die sich in der Konzeption und Betriebsweise unterscheiden
und mit verschiedenen Substratmischungen betrieben werden, in Leistung,
Funktion, Betriebszuverlässigkeit und Qualität der gewonnenen
Produkte untersucht. Die Landesanstalt für Landwirtschaft stellt auf ihrer
Internetseite (http://www.lfl.bayern.de) eine Liste zu Biogasausbeuten
verschiedener Substrate bereit. Die Substrate werden mit Trockensubstanzgehalt,
dem organischen Trockensubstanzgehalt, dem Biogasertrag und dem Methangehalt
aufgelistet. BMELV mit neuem Internet-Auftritt Die neue Website des Bundesministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ist seit Februar 2006 online.
Es gibt Menüpunkte für die drei Hauptpolitikbereiche Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
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