Newsletter/ nawaros®03/06

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros®

Inhalt

Dr. Ingo Friedrich Schirmherr der Europäischen Biomasse-Tage der Regionen 2006
Pflanzenölkraftstoff
Holz als Baustoff
Brennholz-Broschüre
NRW: Pellet-Förderung reduziert
Pressebilder online
Neues Grünbuch der EU-Kommission
Steuer auf Biokraftstoffe
Faustzahlen für die Landwirtschaft
Anbau von Energiewäldern
Biogas-Messprogramm
Biogasausbeuten
BMELV mit neuem Internet-Auftritt

Dr. Ingo Friedrich Schirmherr der
Europäischen Biomasse-Tage der Regionen 2006

Dr. Ingo Friedrich, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, hat die Schirmherrschaft für die 8. Europäischen Biomasse-Tage der Regionen 2006 übernommen. Er wird im September in Brüssel den Startschuss zur europaweiten Aktionswoche rund um Biomasse geben.
Anschließend werden vom 24. September bis 01. Oktober 2006 in vielen Ländern Europas Firmen, Institutionen und Privatpersonen Türen und Tore öffnen, um Produkte, technische Anlagen und Aktivitäten im Bereich der Biomasse zu präsentieren.

Die Wurzeln dieser europaweiten Informationskampagne zur gesamten Bandbreite der Biomasseeinsatzfelder liegen in Bayern. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium setzte mit der Gründung von C.A.R.M.E.N. 1992 sehr früh auf die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe als wichtiges agrarpolitisches Ziel und initiierte 1997 den ersten Europäischen Biomasse-Tag der Regionen.

Karl Hanglberger, Manager der Biomasse-Tage bei C.A.R.M.E.N., zeigte sich erfreut über die Zusage aus Brüssel, die die Bedeutung der Biomasse für die europäische Wirtschaft untermauert: "Das Europäische Parlament setzt sich für eine ehrgeizige und gleichzeitig realistische Strategie im Bereich erneuerbare Energieträger ein", zitiert Hanglberger eine Entschließung des europäischen Parlaments zu den Anteilen der erneuerbaren Energieträger in der EU, die konkrete Maßnahmen enthält. Biomasse wird darin als "der schlafende Riese unter den erneuerbaren Energieträgern" bezeichnet, dessen Potenzial nicht so ausgeschöpft werde, wie es bei tragbaren Kosten technisch möglich wäre.

Die Gesamtkoordination der Europäischen Biomasse-Tage der Regionen liegt bei C.A.R.M.E.N., unterstützt von zahlreichen Ansprechpartnern in Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, Slowenien und Russland.

C.A.R.M.E.N. wird deutschlandweit von 15 Koordinatoren unterstützt, die fast in jedem Bundesland als Ansprechpartner für Teilnehmer bereit stehen. Erstmalig kooperiert C.A.R.M.E.N. auch mit dem Tag der Regionen , der in diesem Jahr unter dem Motto "Regionen voller Energie" steht und am 01. Oktober u. a. Veranstaltungen zu erneuerbaren Energieträgern durchführt. Der Tag der Regionen will durch die Präsentation der Stärken und Einzigartigkeiten der Regionen das Wir-Gefühl und die Vielfalt in der Region fördern.
Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Karl Hanglberger, E-Mail: kh@carmen-ev.de
(http://www.biomasse-tage.org und http://www.tag-der-regionen.de).


Pflanzenölkraftstoff

Zusammen mit den Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie (VWP) und der Universität Rostock, Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren, wollen die John Deere Werke Mannheim Traktormotoren auf den Pflanzensprit anpassen und auf langfristige Betriebssicherheit untersuchen. Die Prototypen sollen zudem die jeweils neuesten Abgasvorschriften sowohl im Betrieb mit Diesel als auch mit Pflanzenöl einhalten. Unterstützt wird das Entwicklungsprojekt von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist. Bislang müssen sich Landwirte, die mit reinem Pflanzenöl als Kraftstoff fahren wollen, an eines der Unternehmen wenden, die eine motorische Umrüstung anbieten. Jedoch sind nicht alle auf dem Markt befindlichen Umrüstkonzepte technisch ausgereift und die Traktorenhersteller übernehmen im Schadensfall keinerlei Garantie. Beim 100-Traktoren-Modellversuch wurde zudem deutlich, dass nicht jeder Motortyp gleichermaßen für eine Umrüstung geeignet ist. Während damals noch die Abgasstufe T1 die Grenzwerte vorgab, gilt heute bereits T2, die ihrerseits ab 2007 durch die noch schärfere und eine andere Motortechnologie erfordernde T3 abgelöst wird.

Ob sich durch eine Optimierung der Anpassungsmaßnahmen an einen bestimmten Traktortyp auch schärfere Grenzwerte für Abgasschadstoffe einhalten lassen, das soll in dem bis Mitte 2008 laufenden Projekt herausgefunden werden.

Informationen und Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR),
E-Mail: info@fnr.de (http://www.fnr.de)


Holz als Baustoff

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) will die Holznutzung voranbringen. Deutschland verfügt mit knapp 3,4 Milliarden Kubikmeter über die größten Holzvorräte in Europa. Da auch deutlich mehr Holz nachwächst als genutzt wird, kann die Holzverwendung ohne Verletzung des Nachhaltigkeitsprinzips verstärkt werden.

Um rund 20 Prozent will die Bundesregierung die Holzverwendung bis zum Jahr 2014 steigern. Die Charta für Holz vom 3. September 2004 gibt dafür den Rahmen vor. Hierzu wurde zusammen mit Wirtschaft und Wissenschaft ausgelotet, wie Forschung und Entwicklung anwendungsorientiert vorangetrieben werden können.

Neue Nutzungsmöglichkeiten stehen dabei ganz obenan. So soll sich Laubholz z.B. auch im konstruktiven Bereich stärker etablieren. Bereitstellung und Logistik sollen zur besseren Erschließung des Holzpotenzials optimiert werden. Dabei geht es nicht nur um Waldholz, auch für Nebenprodukte werden innovative Verwendungen gesucht. Für die neuen Förderschwerpunkte ist der BMELV-Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. zuständig. Die Einzelheiten sind im Internet unter "Projektförderung" veröffentlicht.
Informationen und Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR),
E-Mail: info@fnr.de (http://www.fnr.de)


Brennholz-Broschüre

Unter dem Motto "Der nächste Winter kommt bestimmt!" stellten die Forstkammer Baden-Württemberg und der Bayerische Waldbesitzerverband am 20. Februar 2006 die neue Broschüre "Brennholzadressen Süddeutschland" vor. Darin sind Brennholzerzeuger und verkäufer aus Baden-Württemberg und Bayern, nach Postleitzahlen geordnet, aufgeführt.
Infos: Die Broschüre ist in Einzelexemplaren kostenfrei über den Bayerischen Waldbesitzerverband (http://www.bayer-waldbesitzerverband.de) und die Forstkammer Baden-Württemberg (http://www.foka.de) zu beziehen. Darüber hinaus ist die Broschüre auch im Internet unter http://www.brennholz-sued.de einzusehen.

NRW: Pellet-Förderung reduziert

Im vergangenen Jahr wurden in NRW über 2.200 Pelletheizungen aus Mitteln der Holzabsatzförderrichtlinie (Hafö) des Umweltministeriums gefördert. Auf Grund der enormen Nachfrage musste das Programm vorzeitig eingestellt werden. Damit in diesem Jahr möglichst viele Anträge bewilligt werden können, wurden die Fördersätze reduziert. In diesem Jahr sollen rund 3.000 Antragsteller Fördermittel für die Pelletheizung bekommen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Aktuelle Fördersumme für Pelletheizungen: 27,50 Euro je kW installierter Leistung, bauartbedingt mindestens jedoch 600 Euro (max. 40 Prozent) bis 300 KW Nennwärmeleistung, über 300 KW bis zu 40 Prozent Förderung der Investitionskosten
- Primäröfen, die bisher mit 1.000 Euro gefördert wurden, werden zukünftig pauschal mit 600 Euro gefördert
- Antragsteller, die bereits ihren Bewilligungsbescheid vorliegen haben, werden die bisherigen 1.500 Euro Fördermittel erhalten.
Wer noch keinen Bescheid hat oder sich jetzt erst zur Antragstellung entschließt, bekommt den neuen Fördersatz. Der Bewilligungszeitraum für alle Maßnahmen endet am 15.09.2006. Da im Oktober die Kofinanzierung der EU ausläuft, müssen alle Pelletheizungen die aus der Hafö gefördert werden, bis zum 15.09.2006 fertiggestellt und abgerechnet werden. Auszahlungen über diesen Termin hinaus sind nicht möglich. Ab sofort werden von den Forstämtern wieder die vorläufigen Maßnahmenbeginne erteilt. Die Förderung wird aber voraussichtlich erst nach Verabschiedung des Haushalts in NRW ausgezahlt. Jeder Interessent kann einen Auftrag für eine Holzpelletheizung vergeben, sobald er den vorläufigen Maßnahmenbeginn erhalten hat. Noch ein Hinweis zur Herstellererklärung: Laut Landesbetrieb Wald und Holz werden zukünftig alle Heizanlagen gefördert, die auf der BAFA-Liste aufgeführt sind (aktuell immer auf der Seite http://www.bafa.de). Für diese Anlagen soll zukünftig auf die Beifügung der bisher üblichen Herstellererklärung verzichtet werden können. Details zur Landesförderung und Antragstellung hat der Landesbetrieb Wald und Holz NRW in einem Merkblatt zusammengefasst.
Quellen und Infos: http://www.infoholz.de, http://www.aktion-holzpellets.de

Pressebilder online

Auf der C.A.R.M.E.N.-Website steht seit kurzem ein Bilder-Service für Pressevertreter und in der Öffentlichkeitsarbeit Tätige zur Verfügung. Wer aus dem Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe Bildmaterial mit bis zu 300 dpi Auflösung benötigt, kann sich unter http://www.carmen-ev.de/dt/aktuelles/presse/pressebilder/start.htm mit Hilfe einer Gliederung thematisch Passendes heraussuchen.
Anschließend genügt eine E-Mail an contact@carmen-ev, die den Betreff "Pressebilder" und den gewünschten Bildtitel sowie die Bildnummer enthält. Daraufhin wird die hochaufgelöste Datei kostenfrei zugesandt. Die Bilder wurden von C.A.R.M.E.N. zusammengestellt und sind unter Quellenangabe zur Veröffentlichung frei gegeben.
Unterstützt wird C.A.R.M.E.N. dabei von Mitgliedsfirmen, die ihr Bildmaterial dem Presseservice kostenfrei zur Verfügung stellen - dafür VIELEN DANK!

Neues Grünbuch der EU-Kommission

Die EU-Kommission hat am 08.03.2006 ihr Grünbuch "Eine europäische Strategie für eine sichere, wettbewerbsfähige und nachhaltige Energie für Europa" vorgelegt. Darin werden von der Europäischen Kommission die Grundlagen einer europäischen Energiepolitik dargelegt. Mit dieser Grundlage skizziert die Kommission einen Weg, wie eine europäische Energiepolitik die drei zentralen Ziele der Energiepolitik - nachhaltige Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit - erreichen könnte.
Es wird dazu aufgerufen, zu sechs speziellen vorrangigen Bereichen mit mehr als 20 konkreten Vorschlägen für mögliche neue Maßnahmen Stellung zu nehmen.
Bezug: http://europa.eu.int/comm/energy/green-paper-energy/index_en.htm

Steuer auf Biokraftstoffe

Dem Bundestag wurde nach der Verabschiedung durch das Kabinett nun ein Gesetzentwurf zur Neuregelung der Besteuerung von Biokraftstoffen zugeleitet. Der Entwurf sieht ab dem 1.8.2006 eine Besteuerung in Höhe von 10 Cent/l für reinen Biodiesel, 15 Cent/l für Mischungen von Biodiesel mit fossilem Diesel und 15 Cent/l für Pflanzenölkraftstoffe in Reinform vor. Die Verwendung von Pflanzenölkraftstoffen in der Land- und Forstwirtschaft soll nicht besteuert werden, ebenso sollen weitere Biokraftstoffe steuerfrei bleiben. Keine Besteuerung ist auch bei Pflanzenöl-BHKW mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent vorgesehen.
Quelle: Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung der Besteuerung von Energieerzeugnissen und zur Änderung des Stromsteuergesetzes vom 10.03.2006

Faustzahlen für die Landwirtschaft

Die "Faustzahlen für Landwirtschaft und Gartenbau" enthalten produktionstechnische, betriebswirtschaftliche und unternehmerische Kenndaten zur Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum.
Die neu bearbeitete 13. Auflage enthält auf 1.100 Seiten die wichtigsten Daten und Fakten zur landwirtschaftlichen Erzeugung und zum Freilandgartenbau, zusammengetragen von über 80 Autoren.
Info: Das Taschenbuch kann über den KTBL-Shop bezogen werden.
http://www.ktbl-shop.de

Anbau von Energiewäldern

Energiewälder auf stillgelegten landwirtschaftlichen Flächen schaffen enorme Zuwächse. Pro Jahr und Hektar wächst eine Holzmenge heran, deren Verbrennung etwa 5.000 Liter Heizöl einspart. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft informiert mit einem Merkblatt über den Anbau von Energiewäldern. Das Merkblatt zeigt, wie man Energiewälder anbaut und erntet.
Infos: http://www.lwf.bayern.de


Biogas-Messprogramm

Mit der Veröffentlichung "Ergebnisse des Biogas-Messprogramms" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), können Biogasanlagentypen untereinander verglichen werden.

Dazu wurden bundesweit 59 repräsentativ ausgewählte Biogasanlagen, die sich in der Konzeption und Betriebsweise unterscheiden und mit verschiedenen Substratmischungen betrieben werden, in Leistung, Funktion, Betriebszuverlässigkeit und Qualität der gewonnenen Produkte untersucht.
Infos: Die Veröffentlichung kann unter http://www.fnr.de Stichwort "Literatur" bei der FNR kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

Biogasausbeuten

Die Landesanstalt für Landwirtschaft stellt auf ihrer Internetseite (http://www.lfl.bayern.de) eine Liste zu Biogasausbeuten verschiedener Substrate bereit. Die Substrate werden mit Trockensubstanzgehalt, dem organischen Trockensubstanzgehalt, dem Biogasertrag und dem Methangehalt aufgelistet.
Infos: http://www.lfl.bayern.de

BMELV mit neuem Internet-Auftritt

Die neue Website des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ist seit Februar 2006 online. Es gibt Menüpunkte für die drei Hauptpolitikbereiche Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Infos: http://www.bmelv.de

 

 
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