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Newsletter/ nawaros®09/05
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters
nawaros ®
Inhalt
C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche auf
der biomasse 2005
RapsAsphalt von Stetten bis Büchling
Aktion Holzpellets
14. OTTI-Symposium Bioenergie
Vertrauensschutz für Investitionen
Tag der offenen Tür im Kompetenzzentrum
Biogas für JVA
Mobil mit Nachwachsenden Rohstoffen
C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche auf der biomasse 2005
Strom, Wärme und Mobilität
Vom 21. bis 23. Oktober 2005 finden C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche
in Straubing "Am Hagen" statt. Rahmen ist die biomasse 2005,
die Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie.
C.A.R.M.E.N. konnte zu den Themengebieten Biokraftstoffe für die
Landwirtschaft, Alternative Antriebe, Heizen mit Holz und Energiepflanzen,
Strom aus Biomasse sowie Solares Bauen und PV-Anlagen kompetente Referenten
aus ganz Deutschland gewinnen.
Die messebegleitenden Fachgespräche beginnen am Freitag, 21. Oktober,
mit dem Themenblock "Biokraftstoffe für die Landwirtschaft".
Von 12.00 bis 17.00 Uhr stehen Qualität und Normung von Rapsöl-Kraftstoff,
Erfahrungen bei Herstellung und Nutzung von Pflanzenöl-Kraftstoff,
Bio-Hydrauliköle und Schmierstoffe sowie dezentrale Energieversorgung
mit Pflanzenölen und Biodiesel für die Landwirtschaft auf dem
Programm.
Am Samstag geht es weiter mit dem Schwerpunkt "Landwirtschaftliche
Biogasanlagen". Vormittags ab 9.00 Uhr wenden sich die Referenten
den Optimierungsmöglichkeiten, insbesondere hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit,
der Vergärung, sowie der Enzyme zur optimierten Gaserzeugung zu.
Nachmittags von 12.00 bis 14.00 Uhr steht der "Betrieb von Biogasanlagen"
im Mittelpunkt. Dieses Fachgespräch konzentriert sich auf Auslegung
und Betrieb von Biogas-Blockheizkraftwerken sowie auf Praxiserfahrungen,
insbesondere hinsichtlich der Trockenfermentation im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.
Parallel dazu findet ein Fachgespräch zum Thema "Alternative
Antriebe" statt. Referenten aus Wirtschaft und Forschung zeigen ein
breites Spektrum unterschiedlicher Möglichkeiten zur Reduzierung
des CO2- Ausstoßes im Bereich der Mobilität auf,
die von Ethanol über Gas bis zum Biodiesel und Rapsölkraftstoff
reichen.
Von 15.00 bis 17.00 Uhr dreht sich alles um private und gewerbliche Photovoltaikanlagen.
Dabei widmen sich die Vortragenden folgenden Themen: "PV-Anlagen
- Mein Dach als Energiequelle" und "Sonnenenergie im Landkreis".
Weiterhin werden die Ergebnisse einer vierjährigen Anlagenauswertung
vorgestellt.
Am Sonntag beginnt um 9.00 Uhr das Fachgespräch "KWK mit Biomasse"
mit Vorträgen zur Biomasseverstromung im Bezirksklinikum Mainkofen,
zur Stromgewinnung und zum Heizen mit Pflanzenöl sowie zu Ergebnissen
der BENA-Vergasertechnik. Um 12.00 Uhr beginnt das Fachgespräch "Heizen
mit Holz und Energiepflanzen". Rechtliche Bedingungen und technische
Möglichkeiten der Verbrennung von Stroh und Getreide, Brennstoffbereitstellung
von Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets sowie Einblicke in die Förderung
sind Themen dieses Fachgesprächs.
Das Fachgespräch "Solares Bauen" rundet die Vortragsreihe
ab. Neben dem Hausbau mit Stroh und Lehm und dem Passivhaus wird das Konzept
eines komfortablen 1- Liter-Haues vorgestellt.
Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Carmen Weber, Tel.: 09421/960-300.
Die Teilnahme an den Fachgesprächen ist kostenlos; eine Anmeldung
nicht erforderlich.
RapsAsphalt von Stetten bis Büchling
An der Landkreisgrenze zu Dingolfing wurde
auf der Kreisstraße zwischen Büchling und Stetten, in der Woche
vom 29. August bis zum 2. September 2005, RapsAsphalt aufgebracht.
Auf 6,4 km Länge wurden ca. 30.000 Quadratmeter Fahrbahn mit einer
kompletten Oberflächenbehandlung versehen. Hierzu wurden ca. 75 Tonnen
Raps-Bitumenemulsion eingesetzt.
Der Landkreis Straubing-Bogen hatte bereits vor zwei Jahren Erfahrungen
mit dem ursprünglich aus Österreich stammenden Produkt gesammelt
und konnte sich von der Qualität überzeugen. Das auf dem Nachwachsenden
Rohstoff Rapsöl basierende Material ist so flexibel, dass es Risse
im Straßenbelag dauerhaft überdeckt. Außerdem belastet
die neuartige Bitumenemulsion die Atemwege der Bauarbeiter weniger, da
sie keine gesundheitsschädlichen Fluxmittel (Weichmacher) enthält.
Der Leiter der Tiefbauverwaltung, Wolfgang Brandl, zeigte sich sehr zufrieden
mit der ersten Teststrecke im Landkreis, der Gemeindeverbindungsstraße
Gaißing-Einfürst zwischen Bogen-Degernbach und Schwarzach.
Hier wurden im August 2003 2,5 Tonnen der Bitumenemulsion auf Rapsölbasis
aufgebracht. Mit dieser Menge konnten 2.000 Quadratmeter Fahrbahn ausgebessert
werden.
Für Brandl ist die Behandlung mit RapsAsphalt eine günstige
Zwischenmaßnahme, die die Straßenoberfläche abdichtet
und die Lebensdauer um bis zu 10 Jahre verlängert. Je nach Preis
für das Rapsöl ist der Endpreis nur drei bis zehn Cent pro Quadratmeter
höher, durch die längere Haltbarkeit langfristig sogar günstiger.
Die Firma Klaus Geuder Straßenunterhalt GmbH hat, wie auch vor zwei
Jahren, die Arbeit mit dem Reparaturzug übernommen. Dazu wurde der
Straßenbelag zuvor ausgebessert und gesäubert, um mit der Emulsion
eine gute Verbindung zwischen Deckschicht und Unterbelag herzustellen.
Weitere Infos: C.A.R.M.E.N., Dr. Bettina Schmidt
Aktion Holzpellets
Am 15. September 2005 führte C.A.R.M.E.N.
die dritte Gewinnübergabe von Holzpellets im Rahmen der letztjährigen
Biomasse-Tage der Regionen 2004 durch.
Unterstützt von Landrat Luitpold Braun, Weilheim-Schongau, seinem
Pressesprecher Georg Leis und Huglfings Bürgermeister Bernhard Kamhuber,
erhielt Pelletgewinner Klaus Streicher fünf Tonnen. Gesponsert wurde
die Lieferung von FireStixx, Vilsbiburg und angeliefert vom Biomassehof
Allgäu.
Franz Vielhuber vom Generalsekretariat des Bayerischen Bauernverbandes
(BBV) und BBV-Kreisobmann Rudolf Deschler unterstützten den C.A.R.M.E.N.-Vertreter
Sebastian Kilburg und stellten die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe als
wichtigen Beitrag für die Region, die Sicherung von Arbeitsplätzen
und die Umwelt heraus.
Infos: Im Internet unter http://www.biomasse-tage.org
14. OTTI-Symposium Bioenergie
Bereits zum 14. Mal findet das Otti-Bioenergie-Symposium
im Kloster Banz statt. Die Veranstaltung gibt Einsteigern und Fachleuten
einen guten Überblick über den aktuellen Stand und die neuesten
Trends. Das Symposium wird getragen von zahlreichen Organisationen und
Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien, dazu
gehört auch C.A.R.M.E.N.
Mehr und mehr bilden Energieträger aus Biomasse, die in fester, flüssiger
und gasförmiger Form als gespeicherte Sonnenenergie verfügbar
sind, einen bedeutenden Wachstumsmarkt.
Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen, sowie der langfristig sicherlich
weiter steigende Preis für fossile Energieträger, begünstigen
den Erfolgsweg der Bioenergie.
Infos: Das Programm und weitere Informationen stehen im Internet unter
http://www.otti.de/pdf/guenther/buh2277.pdf
Vertrauensschutz für Investitionen
Wie Prof. Dr. Stefan Klinski in einem Rundschreiben
mitteilte, wurde er vom BMU beauftragt, zwei Rechtsgutachten zu erstellen.
Diese Gutachten untersuchen die Themen "EEG-Vergütung: Vertrauensschutz
bei künftigen Änderungen der Rechtslage?" und "EEG
und Binnenmarkt: Zur Vereinbarkeit des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
mit den aktuellen Bestimmungen zum Elektrizitätsbinnenmarkt und mit
der Warenverkehrsfreiheit".
Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von
Strom aus Erneuerbaren Energien verfassungsrechtlich garantierten Vertrauensschutz
genießen und dass das Abnahme- und Vergütungssystem des deutschen
EEG mit der Strombinnenmarktrichtlinie (Richtlinie 2003/54/EG) und mit
dem europäischen Recht im Einklang steht.
Die detaillierten Ergebnisse stehen im Internet unter
http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/36005/20049
zum Abrufen bereit.

Tag der offenen Tür im Kompetenzzentrum
Im Nimbus der Europäischen Biomasse-Tage
der Regionen 2005 veranstalten die drei Säulen des Straubinger Kompetenzzentrums
für Nachwachsende Rohstoffe am 8. Oktober 2005 einen "Tag der
offenen Tür".
Gemeinsam präsentieren das Wissenschaftszentrum, getragen von der
TU München und der FH Weihenstephan, das Technologie- und Förderzentrum
(TFZ) und C.A.R.M.E.N. ihre Arbeitsgebiete.
Neben der Dauerausstellung "Von der Pflanze zur Nutzung" und
der Ausstellung von Biomassefeuerungsanlagen, werden Vorträge und
Versuchsdemonstrationen angeboten. Erstmals steht der Bevölkerung
das neue Technikumsgebäude des TFZ zur Besichtigung offen, hier können
die Prüf- und Demonstrationseinrichtungen angeschaut werden.
Die genauen Daten zu dieser Veranstaltung und über 800 weitere im
Rahmen der Biomasse-Tage durchgeführten Aktionen stehen im Internet
unter http://www.biomasse-tage.org,
zusammen mit zahlreichen Hintergrundinformationen.
Infos: C.A.R.M.E.N., Karl Hanglberger, E-Mail: kh@carmen-ev.de
(http://www.biomasse-tage.org)

Biogas für JVA
Die Naturenergie Buchdorf GmbH wurde vom
Staatlichen Hochbauamt damit beauftragt, die gesamte Justizvollzugsanstalt
Kaisheim mit Wärme auf Basis von Biogas zu versorgen. Die Wärmedauerleistung
von 600 Kilowatt wird von einem Biogas-Blockheizkraftwerk geliefert, dadurch
werden der Atmosphäre jährlich 600.000 Kilogramm CO2 erspart.
Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Damit schloss die bayerische Staatsbauverwaltung erstmals für ein
staatliches Gebäude einen Energieliefervertrag auf Biomassebasis
ab und entspricht der Forderung des Bayerischen Landtags vom 6. April
2005, staatliche Gebäude vorrangig durch Privatunternehmen mit Energie
aus Biomasse zu versorgen.
Quellen und Infos: Bayerisches Staatsministerium des Inneren (PM 346/05
im Internet unter http://www.stmi.bayern.de)
Mobil mit Nachwachsenden Rohstoffen
"Die weltweiten Erdölvorkommen
sind endlich, deshalb muss es zu erdölbasierten Kraftstoffen und
Industrieprodukten Alternativen geben, die jetzt und auch in Zukunft bezahlbar
sind", erklärt Gilbert Krapf, Geschäftsführer der
im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe beheimateten
Messegesellschaft biomasse GmbH. Die bereits zum dritten Mal in der Stadt
der Nachwachsenden Rohstoffe durchgeführte Messe "biomasse 2005"
widmet sich vom 21. bis 23. Oktober mit einer Sonderschau und Fachgesprächen
modernen Kraftstoffen und alternativen Antriebsmodellen (s. S. 1).
Die Preiskapriolen bei Kraftstoffen machen deutlich, wie anfällig
die Energieversorgung in Zeiten von Krisen, Naturkatastrophen und Ausfall
von Förderländern auf Lieferengpässe reagiert. Die Freigabe
nationaler Ölreserven kann nur kurzfristig greifen. Viel effektiver
sind bislang kaum genutzte Einsparpotenziale wie kraftstoffsparende Fahrzeuge
und auf Nachwachsenden Rohstoffen beruhende Kraftstoffe.
Biodiesel stellt seine Alltagstauglichkeit als genormter Kraftstoff (DIN
EN 14 2 14) aus heimischem Rapsöl für Vielfahrer und Flottenbetreiber
bereits seit Jahren erfolgreich unter Beweis. Der reduzierte Rußausstoß,
weniger schädliche Abgase durch gute Zünd- und Brenneigenschaften,
reduzierter Motorverschleiß durch hervorragende Schmierfähigkeit,
ein gut ausgebautes Tankstellennetz, die Sicherung von Arbeitsplätzen
im eigenen Land und die Reduktion der Importabhängigkeit machen Biodiesel
zum derzeit marktstärksten Biokraftstoff.
Flüssiggasfahrzeuge sind inzwischen ebenfalls als Serienprodukte
erhältlich.
Über 30.000 dieser Fahrzeuge sind bereits auf Deutschlands Straßen
unterwegs und nutzen ein flächendeckendes Netz von 650 öffentlichen
und zahlreichen Betriebstankstellen.
Laut Aussage des Geschäftsführers der Chevrolet Deutschland
GmbH amortisiert sich für Vielfahrer auch eine nachträgliche
Umrüstung gebrauchter Fahrzeuge in sehr kurzer Zeit, da bis zu 40
Prozent der Treibstoffkosten eingespart werden.
Ein im Hinblick auf die verbrennungstechnischen Eigenschaften fast idealer
Ottokraftstoff ist Erdgas, das mit 130 Oktan deutlich klopffester ist
als Benzin und für ein viel ruhigeres Motorengeräusch sorgt.
Die Gasbehälter der Erdgasfahrzeuge sind aus Sicherheitsgründen
außerhalb des Aufprallbereichs in einer Stahlkonstruktion unter
dem Unterboden angebracht und halten wesentlich höhere Drücke
aus, als beim Betanken auftreten.
Im Vergleich zu Benzin können bis zu 50 Prozent der Kraftstoffkosten
eingespart werden, wie Opel für den Zafira CNG angibt. Zur Zeit existieren
gut 600 Erdgastankstellen.
Als "Flexible Fuel Vehicle", das sowohl mit Ethanol als auch
mit Benzin in jedem beliebigen Mischungsverhältnis betrieben werden
kann, bietet Ford mit seinem Focus FFV und dem Kompact-Van C-MAX auch
in Deutschland zwei Modelle an. Einziger Schwachpunkt ist das derzeit
noch kaum vorhandene Tankstellennetz. Durch die Mineralölsteuerbefreiung
für Biokraftstoffe, die zunächst bis Ende 2009 gilt, können
die Autofahrer mit Ethanol laut Aussage von Ford um bis zu 20 Prozent
Betriebskosten sparen.
Die Hybrid-Synergy-Drive-Technologie des Toyota Prius verbindet einen
kraftvollen Benzinmotor mit einem drehmomentstarken Elektromotor. Automatisch
wird während der Fahrt immer der optimale Antrieb ausgewählt.
Die Batterien für den Elektromotor, die unter der Rückbank Platz
finden, werden nicht an der Steckdose geladen, sondern profitieren von
der kinetischen Energie der Fahrzeuge, die beim Verzögern frei wird.
Mit einem Verbrauch von 4,3 Litern auf 100 km ist der Prius einer der
sparsamsten Benziner auf dem Markt.
Die auf der biomasse 2005 präsentierten Fahrzeuge und Antriebsvarianten
zeigen, dass inzwischen für alle Bedürfnisse Serienlösungen
auf dem Markt erhältlich sind.
Infos: biomasse GmbH, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-
375, Fax: -329,
E-Mail: info@biomasse-gmbh.com
(http://www.biomasse-gmbh.com).


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