Newsletter/ nawaros®08/05

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ®

Inhalt

C.A.R.M.E.N.-Mitglied baut Hotelanlage in Italien
Weltjugendtag mit nawaros-Catering
C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche
Pflanzenöl im Wittelsbacher Land
Deutsche Bank für Biomasse
München fördert Pelletheizungen
Ethanol kommt
BioXchange
Schon mal vormerken
Stadtplan mit Energieanlagen
Handreichung Biogas

C.A.R.M.E.N.-Mitglied baut Hotelanlage in Italien
Haas-Fertigbau errichtet olympisches Dorf

Die Liebe zum Beruf und zu einem gleichermaßen außergewöhnlichen wie traditionsreichen Werkstoff waren und sind Ansporn für Xaver Haas aus Falkenberg. Als gelernter Zimmermann und waschechter Niederbayer, der von sich selbst behauptet, "nur boarisch zu schmatzen", hat er 1971 den Grundstein für eine Unternehmensgruppe gelegt, die mittlerweile gut 3.300 Mitarbeiter an 27 Standorten in ganz Europa beschäftigt.
Das Produktspektrum der Firmengruppe ist umfangreich und umfasst Fertighäuser, Bürogebäude, industrielle Zweckbauten, Sport- und Freizeitanlagen sowie landwirtschaftliche Gebäude. Pro Jahr fertigt Haas rund 800 Ein- und Zweifamilienhäuser und gehört damit zu den größten Fertighausbauern.

Der bislang größte Einzelauftrag im Bereich Hausbau umfasst eine Bausumme von 22 Mio. Euro und wird derzeit nahe Turin/Italien ausgeführt. In einem der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele 2006, Pragelato, errichtet Haas Fertigbau eine Vier-Sterne-Hotelanlage, die zunächst als olympisches Dorf genutzt wird.
87 Häuser mit 205 Wohneinheiten zu je 100 qm umfasst dieser Großauftrag, für dessen Fertigstellung die Falkenberger den Zuschlag von einem Schweizer Hotelentwickler und einer irischen Investorengruppe erhielten.
Das Unternehmen hat als einzige Firma garantiert, dass das italienische Bergdorf mit dem Namen "Pragelato Village Resort" aus rustikalen, lärchenholzverkleideten Luxushäusern in Fertigbauweise bis November 2005 bezugsfertig sein wird. Überwiegend stammen die Fertigteile aus Deutschland, doch auch die Haas-Werke in Österreich und Tschechien liefern dazu.

Erster Mieter wird das Internationale Olympische Komitee (IOC).
Seit gut einem Jahr sind nun bis zu 120 Mitarbeiter dabei, die Gebäude zu errichten, Elektroinstallationen, Heizungen, Böden, Treppen, Fenster und Türen an den vorgesehenen Stellen zu platzieren. Die Außenarbeiten sind inzwischen abgeschlossen und der Innenausbau ist voll im Gange. Geschäftsführer Xaver Haas hofft nun, dass dieses Hotelprojekt Folgeaufträge nach sich zieht.
Die Haas-Firmengruppe präsentiert sich übrigens auf der Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie, biomasse 2005, die vom 21. bis 23. Oktober auf dem Messegelände "Am Hagen" in Straubing stattfindet und die deutschlandweit größte Messe zu diesem Themenbereich ist.

Fotos von der Großbaustelle können im Internet unter
http://www.haas-fertigbau.de/htms_aktuell/turin/turin02.htm aufgerufen werden.

Quellen, Infos: http://www.haas-fertigbau.de/htms_aktuell/turin/turin01.htm und http://www.welt.de/data/2005/06/18/733300.html, Straubinger Tagblatt vom 23.07.05 und http://www.biomasse-gmbh.com


Weltjugendtag mit nawaros-Catering

Zum Weltjugendtag in Köln wurden vom 16. bis 21. August über eine halbe Million junge Menschen, 600 Bischöfe und 4.000 Journalisten aus aller Welt erwartet. Für diese Großveranstaltung wurden Leitlinien zur umweltfreundlichen Gestaltung erlassen. Dem schonenden Umgang mit Rohstoffen und Energie kam dabei besondere Bedeutung zu.

Wer offiziell als Pilger angemeldet war, bekam eine ganze Woche lang Verpflegung aus biologisch abbaubarem Geschirr und Besteck. Über sechs Millionen Mahlzeiten wurden samt der entsprechenden Mengen an Bestecksets, Tellern, Schalen, Bechern und Servietten über die Theken der 300 Restaurants gereicht.

Geliefert wurden diese Produkte von der Firma Cornpack GmbH & Co. KG, die als Teil der Loick-Firmengruppe bereits seit langem bei C.A.R.M.E.N. Mitglied ist.
Die Loick AG für nachwachsende Rohstoffe nutzt für die Produktion der Bestecke den Biokunststoff Biograde® 300A. Dieser basiert auf Nachwachsenden Rohstoffen, ist nach DIN EN 13432 kompostierbar und besitzt eine Unbedenklichkeitszertifizierung für den Kontakt mit Lebensmitteln. Die Polymerkomponente ist Celluloseacetat, ein Stoff, der aus Cellulose und damit letztlich aus Holz gewonnen wird.
Entwickelt wurde der Biokunststoff von Forschern der FKuR Kunststoff GmbH in Willich und des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen. Produziert und vertrieben wird Biograde® 300A von der FKuR.

Am Ende ihres Lebenszyklus wurden alle diese Produkte kompostiert oder energetisch verwertet, z.B. in der Dorstener Biogasanlage. Die hier anfallenden Gärreste werden als Dünger wieder auf die heimischen Felder aufgebracht. Für die Umsetzung dieser Kreislaufwirtschaft wurde die Firma Loick 2004 mit dem Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten ausgezeichnet.

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Deutschland engagierte sich auf dem Weltjugendtag zusammen mit der Energieagentur NRW, einem der Koordinatoren der Europäischen Biomasse-Tage der Regionen, mit einem "global village" u.a. für Erneuerbare Energien und Klimaschutz.
Ein Positionspapier der Katholischen Landjugendbewegung Deutschland e.V., in dem ein deutliches Bekenntnis zum weiteren Ausbau der Regenerativen Energien abgegeben wird, kann im Internet unter http://www.kljb-global-village.de/fileadmin/globalvillage/1-Downloads/KLJB-Position-Erneuerbare_Energien-2005-Dialogpapier.pdf aufgerufen werden.

Quellen und Informationen: http://www.umsicht.fraunhofer.de, http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/403269 und http://www.kljb-global-village.de.

Kontakt: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Hofplatz 1, D-18276 Gülzow, Tel. 03843.69 30-0, Fax: -69 30-102, E-Mail: info@fnr.de, (http://www.fnr.de) und
Cornpack GmbH & Co. KG, Heide 26, D-46286 Dorsten, Tel. 02369.9898-0, Fax -9898-98,
E-Mail: info@loick-biowertstoffe.de (http://www.loick-biowertstoffe.de)


C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche

In Zusammenarbeit mit dem Institut für umweltgerechte Landbewirtschaftung, Müllheim (IfuL), veranstaltet C.A.R.M.E.N. am Mittwoch, den 5. Oktober 2005 in Memmingen ein Fachgespräch zum Thema "Rapsöl-Emulsionen für den Straßenunterhalt".
Das Fachgespräch bietet Gelegenheit, sich über die Anwendungen dieser neuartigen rapsölbasierten Bitumenemulsionen zu informieren. Die Referenten geben Auskunft zum Produkt und stellen die Ergebnisse einer neutralen Begutachtung bayerischer Pilotprojekte vor, die durch das Institut für Baustoffe und Konstruktion der TU München durchgeführt wurde. Weiterhin steht die Besichtigung einer nahegelegenen Versuchsstrecke auf dem Programm.
In Tauberbischofsheim findet am 27. Oktober ein weiteres Fachgespräch zur selben Thematik statt.

Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


Pflanzenöl im Wittelsbacher Land

In der Nutzung von Pflanzenöl sieht der Landkreis Aichach-Friedberg eine Alternative zum teuren fossilen Kraftstoff und eine wichtige Chance für den Klimaschutz.
Im Auftrag des Landkreises Aichach-Friedberg sollen die Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen einer EU-geförderten Studie näher untersucht werden. Für diese Studie erhielt C.A.R.M.E.N. den Zuschlag.
Um allen Pflanzenölakteuren die Studie zu präsentieren, fand am 27. Juni ein Treffen statt, an dem sich auch der C.A.R.M.E.N. e.V. vorstellte.
Durch die Ergebnisse der Studie verspricht sich Landrat Christian Knauer Vorteile für die regionale Wertschöpfung, die sich auf die Landwirte, die Verarbeiter und die Tankstellen auswirken. Dem Klimaschutz wird ebenso Rechnung getragen.

Infos: Interessenten können sich unter der Telefonnummer 08251/92-100 beim Landratsamt Aichach-Friedberg melden.

Deutsche Bank für Biomasse

"Bioenergien für die Zeit nach dem Öl" ist der Titel des Deutsche Bank Research in einem Energie Spezial. Bei einem Preis von 100 US-Dollar pro Barrel wären Biokraftstoffe selbst bei rein betriebswirtschaftlichem Kalkül und ohne Subventionen schon mit heutiger Technik konkurrenzfähig, heißt es in der Pressemitteilung der Deutschen Bank vom 20.07.2005.
Berücksichtige man externe Effekte wie Versorgungssicherheit, Stärkung des ländlichen Raumes, Schaffung von Arbeitsplätzen und alternativen Einkommensquellen für die Landwirtschaft, falle die volkswirtschaftliche Bewertung schon heute sehr viel günstiger aus.
In dem Bericht werden Bioenergien als "die Alleskönner unter den Erneuerbaren" bezeichnet, denn nur Biomasse sei gleichermaßen zur Erzeugung von Elektrizität, Wärme und Kraftstoffen brauchbar und trage schon heute über 60 Prozent zu der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien bei.
Pelletanlagen seien besonders zukunftsträchtig, sie verwerten Biomasse in handlicher Form und machen Hausbesitzer von Öl und Gas unabhängig. Für die kommunale und gewerbliche Wärmeversorgung bieten sich Biomasseheizwerke mit Nahwärmesystemen an.

Infos: Der vollständige Bericht steht unter http://www.dbresearch.de -> "Publikationen" (24.07.05) zum Download bereit.


München fördert Pelletheizungen

Der Stadtrat von München hat mit Beschluss vom 27.07.05 neue Richtlinien für das "Münchner Förderprogramm Energieeinsparung" erlassen. Ziel des Programms ist es, möglichst große Energiespar-Effekte zu erreichen, sowie einen Anstoß für eigene Bemühungen der Bürgerinnen und Bürger zur Durchführung wünschenswerter Maßnahmen (z.B. Verringerung von Wärmeverlusten an Außenwänden, Fenstern, Dächern, Kraft-Wärme-Kopplung) zu geben. Antragsberechtigt sind Gebäudeeigentümer und Anlagenbetreiber.
Neu im Programm ist die Sonderförderung Biomasse für Holzpellet-Feuerungen und Holzpellet-Solarthermie-Kombinationen. Hierfür sind abweichend vom Regelprogramm die ausführenden Handwerksbetriebe antragsberechtigt.
Die Anträge sind in diesen Fällen bei der Innung Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik erhältlich und werden auch hier eingereicht.
Die Förderung beträgt 40 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung und wird bis zu einer Nennwärmeleistung von 100 kW gewährt. Die Mindestförderung beträgt 1.100 Euro je Anlage. Eine Zusatzprämie wird für eine Solarthermie Holzpellet Kombination gewährt. Die Förderung beträgt pauschal 500 Euro je Gebäude.

Die Richtlinien und das Antragsformular zum Förderprogramm Energieeinsparung (FES) können im Internet unter der Adresse http://www.muenchen.de heruntergeladen werden. Dazu muss in der Rubrik "Rathaus" mit der "Schnellsuche A-Z" unter dem Buchstaben "F" der Link "Förderprogramme zur Energieeinsparung" aufgerufen werden.

Ethanol kommt

In Brasilien ist schon seit langem Alltag, was nun auch in Deutschland verstärkt in den Tank von Benzin-Fahrzeugen kommt: Ethanol aus stärke- oder zuckerhaltigen Rohstoffen eignet sich als Kraftstoff für Benzin-Fahrzeuge. Dabei zeigen auf Ethanol abgestimmte Motoren die eigentlichen Qualitäten dieses sehr klopffesten Kraftstoffes: Die Leistung steigt, die Emissionen gehen zurück.
Ford bietet mittlerweile auch in Deutschland ein so genanntes "Flexible Fuel Vehicle" an, das sowohl mit Ethanol als auch mit herkömmlichem Benzin betrieben werden kann. Was in Amerika und in Schweden bereits Alltag ist, steht bei uns noch am Anfang, da es bisher keine Ethanol-Tankstellen gibt. Auch in Bayern könnten mit Hilfe der landwirtschaftlichen Brennereien, die zur Zeit weit unter der Kapazitätsgrenze arbeiten, annähernd 100.000 Tonnen Ethanol produziert werden. Landwirtschaftsminister Josef Miller betonte anlässlich einer Fahrzeugpräsentation am 10. August in München: "Wir ergreifen nun die Initiative, damit auch in Bayern der umweltfreundliche Biokraftstoff vom Acker genutzt wird." Bisher darf maximal fünf Prozent Ethanol den Benzin-Kraftstoffen beigemischt werden.

Infos: Interessenten möchten wir auf die "biomasse 2005" vom 21. bis 23. Oktober sowie auf dem Fachkongress "Biogene Kraftstoffe - Möglichkeiten und Grenzen" am 5. Dezember 2005 hinweisen.

BioXchange

...so heißt die europäische Handels- und Informationsplattform für energetisch nutzbare Biomasse. BioXchange.de ist das deutsche Portal der internationalen BioXchange-Handelsplattform (http://www.bioxchange.com) und ging am 12. Juli erstmals online.
Ziel dieser Website ist es, den Handel mit Biomasse transparenter zu machen und Transaktionskosten zu minimieren.
Um Angebote abgeben zu können, ist eine Registrierung unter http://www.bioxchange.com erforderlich, die noch bis zum 31. Oktober 2005 kostenlos erfolgen kann, danach fallen ggf. Gebühren an.

Schon mal vormerken

Am 5. Dezember findet der Fachkongress "Biogene Kraftstoffe - Möglichkeiten und Grenzen" in der Josef-von-Fraunhofer-Halle in Straubing statt, der gemeinsam vom Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, der BayWa AG und dem Mineralölwirtschaftsverband e.V. veranstaltet wird.
Dabei werden biogene Kraftstoffe diskutiert, die bereits eine nennenswerte Markteinführung aufweisen bzw. von denen eine solche erwartet wird. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und aus der Landwirtschaft geben ihre Statements ab. Die Veranstaltung richtet sich an die Experten im Bereich Biokraftstoffe, Vertreter der Mineralöl- und Automobilindustrie sowie an Landwirte und alle fachlich Interessierten.

Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V.

Stadtplan mit Energieanlagen

Das Darmstädter Umweltdezernat ruft derzeit alle Betreiber von umweltfreundlichen Energieanlagen, wie z.B. Besitzer von Solaranlagen, Biogasanlagen und Pelletheizungen dazu auf, sich beim Agendabüro der Stadt zu melden. Angaben über die Anlage und den Standort sowie ggf. Zusatzinformationen, Fotos und Kontaktadresse sollen dazu dienen, auf der Internetseite www.darmstadt.de unter dem Menüpunkt "Stadtplan" neben Museen künftig auch Anlagen zur Erzeugung Regenerativer Energien darzustellen.
Quellen und Infos: http://www.echo-online.de, Agenda-Büro Darmstadt,, E-Mail: agenda21@darmstadt.de (http://agenda21.darmstadt.de)

Handreichung Biogas

Die in allen wesentlichen Passagen auf den neuesten Stand gebrachte "Handreichung Biogasgewinnung und -nutzung" steht interessierten Fachleuten bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ab sofort wieder kostenlos zur Verfügung. Der aktualisierte Leitfaden kann über das Internet unter www.bio-energie.de bestellt oder unter gleicher Adresse heruntergeladen werden.
In vollständig überarbeiteter und partiell neuer Fassung - das gilt insbesondere für die Kapitel zu den Baugenehmigungsverfahren oder zur EU-Hygieneverordnung - bietet die Neuauflage der Handreichung Biogas potenziellen Anlagenbetreibern heute wieder alle notwendigen Informationen detailliert und verständlich aus einer Quelle. Auch Investoren, Anlagenplanern und -errichtern, Verwertern von Reststoffen, Behörden, Verbänden und Beratungseinrichtungen wird sie zukünftig eine gute Hilfestellung sein.

Infos: Die Handreichung (ISBN 3-00-014333-5) ist kostenlos erhältlich und kann über infomaterial@fnr.de oder die Internetseite www.bio-energie.de bestellt werden.

 

 
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