

Newsletter/ nawaros®06/05
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters
nawaros ®
Inhalt
biomasse 2005 - Fach- und Verbrauchermesse
Biomassenetzwerk "PLANKO-BIO-NET®"
Projekt abgeschlossen
Infos für Kredit- und Finanzierungsinstitute
Ein Jahr HERO e.V.
Technik-Schub bei Holz-Pelletheizungen
RapsAsphalt für Bayern
Kostenlose DVD
CO2-Emissionshandel
Bay. Energiepreis 2006
Wirtschaftsfaktor Wald in Europa
Waldwissen.net
biomasse 2005 - Fach- und Verbrauchermesse
für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie
Vom 21. bis 23. Oktober 2005 findet auf
dem Messegelände "Am Hagen" in Straubing die 3. Internationale
Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie
statt. Eine Biogas-Sonderschau und eine kroatische Woche ergänzen
das Programm.
Die Messe wird von der biomasse GmbH, der Tochtergesellschaft von C.A.R.M.E.N.
e.V., organisiert. Die Schirmherrschaft hat Bayerns Landwirtschaftsminister
Josef Miller übernommen. C.A.R.M.E.N. bietet auf der Messe Fachgespräche
zu verschiedenen Aspekten Nachwachsender Rohstoffe wie Holz- und Pflanzenölnutzung
sowie Stromerzeugung aus Biogas an.
Mit einer Sonderschau zu Biogas wird dem Boom beim Bau von Biogasanlagen
Rechnung getragen, der durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) ausgelöst wurde. Anlagenhersteller und Betriebsmodelle werden
hier ebenso präsentiert wie Informationsmaterialien und Praxiserfahrungen.
In Fachgesprächen werden wichtige Grundlagen zu Anlagentypen, Substratzusammensetzungen
und Finanzierungsmodellen thematisiert, individuelle Fragestellungen können
berücksichtigt werden.
Mit einem informativen und kulturellen Rahmenprogramm präsentieren
sich kroatische Behörden und Firmen.
Die Klimaproblematik und das Wissen um das Ende der fossilen Energien
zeigen die Brisanz, die in der Rohstoffversorgung für die Zukunft
liegt. Biomasse und Solarenergie können einen wichtigen Beitrag zur
Lösung der Probleme leisten.
Als ideal bezeichnet Gilbert Krapf, Geschäftsführer der biomasse
GmbH, die Kombination von Holz- und Solarenergie: "Die optimale Energieversorgung
eines Hauses ist die Holzpelletheizung im Keller und eine Solaranlage
auf dem Dach. So wird der Wärmebedarf eines Gebäudes von März
bis Oktober überwiegend über die Solaranlage gedeckt. Reicht
die Sonnenwärme nicht aus, schaltet sich automatisch die Pelletheizung
ein."
In Straubing erwarten die Besucher erstmals in den neuen Messehallen an
der Joseph-von-Fraunhofer-Halle die modernste Technik und aktuelle Produkte
zur Wärme- und Stromversorgung mit Holz und Sonnenenergie. Die gesamte
Produktpalette für Haushalt und Industrie aus Stärke, Fasern,
Ölen und Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten
des ökologischen Bauens werden vorgestellt.
Infos: biomasse GmbH, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-375,
Fax: -329, E-Mail: info@biomasse-gmbh.com
(http://www.biomasse-gmbh.com)
Biomassenetzwerk "PLANKO-BIO-NET®"
Die zunehmende Akzeptanz und Nachfrage nach
alternativen Energieformen, insbesondere im Bereich fester Biomasse (Holz
- Hackschnitzel), erfordert ein zukunftsorientiertes und fortschrittliches
Konzept für die Bereitstellung und Verwertung heimischer Ressourcen.
Nachdem 2003 das Biomassenetzwerk zunächst als "Starterpaket"
im Landkreis Günzburg aufgebaut wurde, konnten jetzt weitere Partnerbetriebe
aufgenommen werden. Die länderübergreifende Zusammenarbeit mit
Baden-Württemberg ist im Aufbau.
Im schwäbischen Bereich kooperiert Planko-Bio-Net seit 2002 mit der
Julius Gaiser GmbH & Co., Gebäudetechnik (Gesellschafter der
Südwärme AG) im Bereich Biomasselieferung (Hackschnitzel) für
Biomasseheizwerke. Neuestes Mitglied im Verbund ist die Biomassehof Allgäu
GmbH Kempten, welche auch schon eigenständig Projekte umgesetzt hat
und als Pionier in dieser Branche bekannt ist.
Jeder Biomassehofbetreiber arbeitet eigenverantwortlich und ist Regionalpartner
von Planko-Bio-Net. Das Netzwerk bietet zuverlässige Gesamtlösungen
an, Konzeptionierung, Bau, Belieferung und eigenverantwortlicher Betrieb
kommen aus "einer Hand".
Kommunale Einrichtungen wie Schulen, aber auch energieintensive Betriebe
können in Form von Wärmelieferung (= Contracting) diese Vorteile
im Bereich Biomasse nutzen.
Quelle, Infos und Kontakt: http://www.planko.de
oder http://www.gaiser-online.de
Projekt abgeschlossen
Die abbaubaren Beutel sind dauerhaft im
Verbandsgebiet des ZAW-SR zugelassen. Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium
für Landwirtschaft und Forsten und begleitet von C.A.R.M.E.N. wurden
die Stärkebeutel in einem zweijährigen Modellprojekt erprobt.
Markantes Erkennungsmerkmal der Straubinger Beutel ist das Wabenmuster,
das sie sowohl für alle Nutzer als auch für Müllwerker
und Mitarbeiter der Kompostieranlage als zugelassene Bioabfallbeutel ausweist.
Bei bis zu zehn Prozent aller Biotonnen kommen die Beutel oder Inlettsäcke
zum Einsatz. Eine Umfrage von C.A.R.M.E.N. zeigte, dass 88 Prozent der
Biobeutelnutzer äußerst zufrieden sind und die saubere und
hygienische Sammlung schätzen.
Neben dem Interesse der Bürger war besonders die Eignung zur Verwertung
in der Kompostieranlage Aiterhofen, in der sämtliche Bioabfälle
aus dem Verbandsgebiet verwertet werden, für die Zulassung ausschlaggebend.
Hier werden die Beutel problemlos kompostiert. Dass nach wie vor hochwertiger
Kompost entsteht, haben auch die Probenergebnisse der unabhängigen
Prüfstelle der Gütegemeinschaft Kompost bestätigt.
Über 50 Verkaufsstellen bieten die speziell gekennzeichneten Beutel
und Auskleidungssäcke an.
Das Straubinger Projekt hat schnell über die Verbandsgrenzen hinaus
Aufmerksamkeit und auch neue Partner gefunden. Das bewährte Muster
wird bereits in anderen bayerischen Kommunen angewendet.
Der ZAW-SR und Projektpartner C.A.R.M.E.N. sind mit dem Projektverlauf
und dem Ergebnis sehr zufrieden. Beim Zweckverband freut man sich, mit
den kompostierbaren Beuteln das Serviceangebot für den Bürger
zu erweitern und neben den Papiertüten eine weitere Alternative für
die Biomüllsammlung bieten zu können.
Für Rückfragen: Gudrun Späth, g.spaeth@zaw-sr.de,
Tel: 09421/9902-28. Im Internet unter http://www.zaw-sr.de
stehen umfangreiche Projektinformationen bereit.
Infos für Kredit- und Finanzierungsinstitute
C.A.R.M.E.N. veranstaltete am 3. Juni 2005
ein Fachgespräch zum Thema "Bewertung und Finanzierung von Biomasseheizwerken"
für Fachleute von Kredit- und Finanzierungsinstituten.
Vor dem Hintergrund knapper werdender fossiler Energieträger werden
Biomasseheizwerke, die ihre Kunden über Nahwärmenetze mit Wärme
aus dem Nachwachsenden Rohstoff Holz versorgen, immer wichtiger.
Kreditinstitute sind bei der Realisierung solcher Projekte wichtige Ansprechpartner,
deshalb ist hier ein hoher Informationsbedarf vorhanden.
Seit 13 Jahren begutachtet und begleitet C.A.R.M.E.N. Biomasseheizwerke
von der ersten Idee an und betreut diese auch während des laufenden
Betriebs. Seit 2004 bietet der Verein ein Qualitätsmanagement "QM
Holzheizwerke" an, das - als Bestandteil des Bayerischen Förderkonzeptes
- bei der Umsetzung von Projekten auch für den Geldgeber eine größere
Sicherheit gibt.
Im Fachgespräch wurden den gut 30 Teilnehmern neben dem Grundverständnis
von Biomasseheizwerken konkrete Beispiele zur Projektbewertung und -finanzierung
vermittelt. Ein Überblick über die Fördermöglichkeiten
für Biomasseheizwerke in Bayern wurde ebenfalls gegeben. Abschließend
wurde das Biomasseheizwerk Altötting in einem Vortrag präsentiert
und bei einer Führung besichtigt.
Infos: C.A.R.M.E.N., Dr. Ruth Brökeland, E-Mail: rb@carmen-ev.de
Ein Jahr HERO e.V.
Als Initialzündung bezeichnete der
Hessische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel die Gründung
des Kompetenzzentrums HessenRohstoffe HERO vor einem Jahr.
Eine Aufgabe für diese vom Ministerium für Umwelt, ländlichen
Raum und Verbraucherschutz initiierten und geförderten Schnittsstelle
HERO ist es, den Markt für Biorohstoffe zur energetischen und stofflichen
Verwertung auszubauen. HERO fungiert dabei als Netzwerkgestalter und Plattform
für alle Akteure zur Bündelung und Koordinierung der Initiativen
bei Nachwachsenden Rohstoffen.
Infos: Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen
Raum und Verbraucherschutz, Wiesbaden (http://www.hmulv.hessen.de)

Technik-Schub bei Holz-Pelletheizungen
Wer mit Holzpellets heizt, kann künftig
auf eine neue, besonders effiziente und umweltfreundliche Innovation setzen:
Die Brennwert-Technik. Darauf hat Landwirtschaftsminister Josef Miller
beim Start der ersten in Bayern installierten Anlage in Ottobeuren hingewiesen.
Durch Abkühlung der Rauchgase und Nutzung der Kondensationswärme
lässt sich bei dieser Form der Holzpelletheizung der Wirkungsgrad
gegenüber herkömmlichen Holzheizungen um zehn bis 15 Prozentpunkte
steigern. Damit werden Kesselwirkungsgrade von 100 Prozent erreicht. Idealer
Einsatzbereich sind Systeme mit niedrigem Temperaturniveau wie z. B. Fußbodenheizungen.
Darüber hinaus werden nach Angaben des Ministers durch die Brennwert-Technik
Staubemissionen vermindert.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft
und Forsten im Internet unter http://www.stmlf.bayern.de

RapsAsphalt für Bayern
Die Colas Bauchemie GmbH aus Großmehring
bei Ingolstadt ist bundesweit das erste Unternehmen, das eine Bitumen-Emulsion
auf Rapsölbasis zur Oberflächenbehandlung von Straßen
herstellt. Dieses als RapsAsphalt vermarktete Produkt enthält bis
zu fünf Prozent des Nachwachsenden Rohstoffs und spart damit fossiles
Erdöl ein.
Colas asphaltierte 2004 mit RapsAsphalt gut 70.000 m2 auf süddeutschen
Straßen. Für das Jahr 2005 sollen im Bereich der Gemeinden
und Landratsämter 100.000 m2 mit der neuartigen Bitumenemulsion auf
Rapsölbasis behandelt werden.
Insbesondere zur Reparatur von Frostschäden ist RapsAsphalt hervorragend
geeignet. Das Material ist auch im ausgehärteten Zustand so flexibel,
dass es Risse im Straßenbelag dauerhaft überdeckt. Außerdem
belastet die neuartige Bitumen-Emulsion die Atemwege der Bauarbeiter weniger,
da sie keine gesundheitsschädlichen Fluxmittel (Weichmacher) enthält.
Infos: Colas Bauchemie GmbH, Reinhard Bäumler,
E-Mail: r.baeumler@colas.de (http://www.colas.de)
Kostenlose DVD
Biogas erzeugen nur aus Pflanzen? Wie das
funktionieren kann, wird anhand eines Pilotprojekts im Niedersächsischen
Obernjesa vorgestellt. Eine DVD und eine umfangreiche Begleitbroschüre
richten sich als kostenloses Informationsangebot an interessierte Landwirte.
Landwirtschaftliche Betriebe aus Deutschland haben die Möglichkeit,
eines von 8.000 kostenlosen Medienpaketen (bestehend aus DVD und Infoheft)
zu bestellen. Die Medienpakete werden nach Eingang der Bestellungen verteilt.
Nach Ende der Aktion kostet das Paket 24,- Euro
Bestellung: Unter http://www.energiewirt.fechnermedia.de

CO2-Emissionshandel
European Energy Exchange AG (http://www.eex.de)
ist die Energiebörse Deutschlands mit Sitz in Leipzig. Am 9. März
2005 hat die EEX die europaweit erste börsliche Spotauktion für
EU-Emissionsrechte gestartet. Im Mai wurden an der EEX insgesamt 36.210
CO2-Emissionsrechte gehandelt. Eines davon berechtigt zur Emission von
einer Tonne CO2.
Mit dem European Carbon Index stellt die EEX bereits seit Oktober 2004
täglich einen Referenzpreis für Emissionsrechte basierend auf
außerbörslichen Geschäften zur Verfügung. Im Dezember
hatte die EEX dann gemeinsam mit ihren Handelsteilnehmern eine erfolgreiche
technische Simulation des CO2-Emissionsrechtehandels durchgeführt.
Lag der Preis im Oktober 2004 noch deutlich unter 9 Euro pro Emissionsrecht,
betrug der erste und bislang niedrigste Kurs am 9. März 10,40 Euro.
Am 21. Juni 2005 konnten schon 22,80 Euro erzielt werden, bei ca. 35.000
an diesem Tag gehandelten CO2-Emissionsrechten.
Ziel der European Energy Exchange ist es, zu der bedeutendsten Energiebörse
in Zentraleuropa zu werden. Zukünftig sollen Strom, Gas und andere
Energieträger bei EEX gehandelt werden.
Infos und Quellen: http://www.exx.de
Bay. Energiepreis 2006
Das Bayerische Wirtschaftsministerium schreibt
zusammen mit dem Bayerischen Energie-Forum den Bayerischen Energiepreis
2006 aus.
Der Preis ist mit insgesamt 25.000 Euro (10.000 Euro als Hauptpreis und
max. zehn Anerkennungsprämien von je 1.500 Euro) dotiert. Er würdigt
klein- und mittelständische Unternehmen mit herausragenden Innovationen
im Bereich rationaler Energienutzung, erneuerbaren Energien und neuen
Energietechnologien.
Kontakt: Interessenten können sich schon jetzt
beim Bayerischen Energie-Forum (http://www.bayerisches-energie-forum.de)
über Teilnahmebedingungen und Verfahren informieren.
Wirtschaftsfaktor Wald in Europa
Am 23. Mai luden das Bayerische Staatsministerium
für Landwirtschaft und Forsten, C.A.R.M.E.N., der Europäische
Waldbesitzerverband (CEPF) und das Niedersächsische Ministerium für
den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
zu einem Diskussionsforum in die Vertretung des Freistaates Bayern bei
der EU in Brüssel ein. Diskutiert wurde zum Thema "Wirtschaftsfaktor
Wald in einem erweiterten Europa - Sozioökonomische Perspektiven
für die Forstwirtschaft".
Die Schwerpunkte der Veranstaltung wurden bestimmt durch den EU-Aktionsplan
für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die neusten Entwicklungen
bei der Richtlinie zur ländlichen Entwicklung (ELER). Man war sich
einig, dass, nachdem die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit
in den letzten Jahren im Vordergrund der EU-Politik standen, es nun an
der Zeit sei, auch die ökonomischen und sozialen Belange der europäischen
Wälder wieder stärker zu beachten.
In der EU werden nur 55 Prozent des Holzzuwachses genutzt. Besonders in
Privatwäldern stehen noch erhebliche Potenziale bereit. Im begleitenden
Fachseminar referierte C.A.R.M.E.N.-Projektmanager Sebastian Kilburg über
"Energie aus Nachwachsenden Rohstoffen - Chance für die Forst-
und Holzwirtschaft im erweiterten Europa". Er stellte dabei die wirtschaftlichen
Möglichkeiten der Bioenergie und den Mittelabfluss für den Import
von Öl und Gas (im Jahr 2003 schon über 100 Mrd. Euro) heraus.
Infos: C.A.R.M.E.N., Sebastian Kilburg, E-Mail: sk@carmen-ev.de
Waldwissen.net
Rund um den Wald dreht sich alles, was das
Internetportal www.waldwissen.net zu bieten hat. Es wird von 19 Institutionen
aus sieben Ländern unterstützt und mit Beiträgen versorgt.
Infos und Kontakt: Im Internet unter http://www.waldwissen.net,
E-Mail: info@waldwissen.net

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