Newsletter/ nawaros®05/05

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ®

Der C.A.R.M.E.N. e.V. hat in dieser Ausgabe seinen Mitgliedern die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Firmen und Produkte gegeben.

Inhalt

13. C.A.R.M.E.N.-Symposium
Qualitätsprodukte aus Bayern
Pellets-Zentralheizung P3 von Fröling
energeticals power plant engineering
Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden
BayWa Agrartage - Die Märkte der Zukunft
Europas größte NAWARO-Biogasanlage

13. C.A.R.M.E.N.-Symposium
Biomasse und Sonne - Bauen, Heizen, Einspeisen

Der C.A.R.M.E.N. e.V. lädt am 4. und 5. Juli fachlich Interessierte aus Land- und Forstwirtschaft, Architekten, Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften, Energieberater, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, Politiker und Behördenvertreter zu seinem 13. Symposium nach Straubing ein.
Treffpunkt ist am 4. Juli ab 11:00 Uhr die Joseph-von-Fraunhofer-Halle auf dem Messegelände "Am Hagen". Dort tagt das Symposium zum Thema "Biomasse und Sonne - Bauen, Heizen, Einspeisen". Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS), München, konnte erneut als Kooperationspartner gewonnen werden.

Nach der Eröffnung des Symposiums durch den Vorstandsvorsitzenden des C.A.R.M.E.N. e.V., Ministerialdirigent Reinhold Erlbeck, wird Dr. Gunther Tiersch, Diplom-Meteorologe der ZDF-Wetterredaktion, das Auftaktreferat über Klimawandel und seine Ursachen halten. Am Nachmittag folgt das Plenum, in dem Rahmenbedingungen der Energieeinsparverordnung, Fördermöglichkeiten für Nachwachsende Rohstoffe und energetische Gebäudesanierung vorgestellt werden.

Drei Parallelveranstaltungen schließen sich an. Um Nahwärmelösungen mit Biomasse geht es im ersten Fachblock: Mikronetze, Nahwärmeversorgung mit Biomasse und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung werden vorgestellt.

Der zweite Fachblock behandelt die Themen: Einsatz von Naturdämmstoffen, natureplus-zertifizierte Bauprodukte und natürliche Oberflächenbehandlung.
Im dritten Fachblock wird die Erzeugung von Strom und Wärme aus Biogas präsentiert; Gasmotoren, Wärmenetze aus Biogasanlagen und dezentrale Gasnetze zum Transport von Biogas werden thematisiert.

Zum abendlichen Staatsempfang mit Preisverleihung durch den Bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, im historischen Rathaussaal der Stadt Straubing sind alle Symposiumsteilnehmer willkommen. Nach seinem Festvortrag wird Staatsminister Miller den Ernst-Pelz-Preis und den Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staatsministeriums verleihen. Beide Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert.

Am 5. Juli finden ab 9:00 Uhr drei Parallelveranstaltungen statt. Der erste Block behandelt Brennwerttechnik für Pelletkessel, Stroh- und Getreidefeuerungsanlagen, Kraft-Wärme-Kopplung mit fester Biomasse und Pflanzenöl in Klein-BHKW-Anlagen. Polymerbitumendachbahnen mit Nachwachsenden Rohstoffen, Holzfenster, gesundes Bauen und Markteinführung von Naturbaustoffen werden im zweiten Block vorgestellt.

Solarthermie, RAL Güteschutz Solar, Altbausanierung mit KfW-Krediten und energetische Sanierung auf Passivhausstandard mit Solartechnik und Vakuumdämmung stehen im dritten Fachblock auf dem Programm.

Für Firmen und Institutionen wird ab 11:00 Uhr eine Innovationsbörse angeboten. Ab 13:15 Uhr finden Exkursionen mit Fachdiskussion statt. Die Teilnehmer können zwischen der Besichtigung des Umweltzentrums "Haus am Strom" unter dem Aspekt des ökologischen Bauens, dem Besuch der HDG Bavaria (Heizsysteme für Holz), der Biogasanlage der Schlossbrauerei Irlbach und zwei Sonnenhäusern (Heizen mit Sonne und Holz) im Raum Straubing wählen.

Infos und Anmeldung: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: contact@carmen-ev.de

Qualitätsprodukte aus Bayern

Die HDG Bavaria GmbH ist ein innovatives mittelständisches Unternehmen mit Hauptsitz und Produktion im niederbayerischen Massing. Mit hundertdreißig Mitarbeitern werden umweltfreundliche Holzheizanlagen für Privathaushalte, Forst- und Landwirte und holzverarbeitende Betriebe produziert.

Innovative Neuheiten konnte HDG im März 2005 auf der Energiesparmesse in Wels, auf der Handwerksmesse in München und auf der ISH in Frankfurt vorstellen. Besonderes Interesse erweckte die neue HDG Compact Hackschnitzel-, Späne- und Pellet-Feuerung im Leistungsbereich von 13 bis 65 kW.

Neben modernem Design überzeugt das neue Produkt durch qualitativ hochwertige Konstruktion und perfekte Verbrennungstechnik. Der Brennstoffeintrag erfolgt direkt auf den Verbrennungsrost. Das Brennmaterial wird nach Erreichen des Füllstandes mittels Heißluftgebläse automatisch gezündet. Brennstoffzufuhr, Primär- und Sekundärluft werden unabhängig voneinander geregelt. Die Anlage wird nur im emissionsoptimalen Verbrennungszustand betrieben. Selbst bei erhöhtem Anteil von nicht brennbarem Material bleibt durch die Kipprost-Technik die Leistung erhalten.

Das automatische Entaschungs- und Abreinigungssystem erhöht den Komfort der Anlage erheblich. Für absolute Sicherheit sorgt die automatische Beschickung der Anlage über die patentierte Zellenradschleuse. Die innovative Regelungstechnik lässt keine Wünsche offen und ermöglicht eine perfekte Anlagenoptimierung.

Die neue HDG Compact Anlage ist ab September 2005 lieferbar. HDG bringt immer wieder innovative Produkte auf den Markt - Auszeichnungen wie der Bayerische Staatspreis, der Bundes- und der KWF-Innovations-Preis sowie der iF-design-Preis in den Jahren 1988, 1992, 1997, 2002 und 2004 bestätigen, dass das Unternehmen erfolgreiche Entwicklungsarbeit betreibt. HDG macht das Heizen mit Holz so komfortabel und einfach wie mit anderen - weniger ökologischen - Heiztechniken. Einfachste Bedienung, zuverlässiger Betrieb, niedrigste Emissionswerte und lange Nachlege-Intervalle zeichnen HDG-Produkte aus.

HDG lädt Interessierte herzlich ein, an den beliebten Heizvorführungen mit Werksbesichtigungen teilzunehmen. Wegen der großen Nachfrage vereinbaren Sie bitte vorab telefonisch einen Termin (08724/897-80). Infos: http://www.hdg-bavaria.de

Pellets-Zentralheizung P3 von Fröling

Die Preisstabilität der Brennstoffe ist bei der Wahl der Heizung zu einem ganz entscheidenden Kriterium geworden. Sie ist das Gebot der Stunde, an das sich Anbieter fossiler Brennstoffe zuletzt nicht so recht halten konnten. Beim Brennstoff Holzpellets wissen Bauherren und Sanierer hingegen von vornherein, woran sie sind. Dieser Brennstoff wächst vor der Haustür, ist sehr preisstabil und macht den Nutzer unabhängig. Mit einer komfortablen Pelletsfeuerung von Fröling hat der Betreiber so gut wie keine Arbeit mehr. Zwei- bis dreimal pro Jahr die Aschebox entleeren - und das war's auch schon. Alles andere erledigt der Kessel von selbst. Zündung, Verbrennungsregelung, Reinigung und Entaschung funktionieren beim Fröling P3 vollautomatisch.

Der Niedertemperatur-Pelletskessel P3 von Fröling verbucht am europäischen Markt einen vollen Erfolg. Dieses Produkt eignet sich speziell für moderne Häuser und wurde mit dem "Energy Globe OÖ 2004" ausgezeichnet. Eine raffinierte Verbrennungstechnologie des P3, die damit verbundene effiziente Nutzung von Energie aus Biomasse und der hohe Komfort dieses Pelletskessels haben die Jury überzeugt. Ausschlaggebend für Rang 1 war zudem die beträchtliche Kostenersparnis für den Betreiber eines P3, die auf einen geringen Pelletsverbrauch und universell einsetzbare Beschickungsvarianten zurückzuführen ist.

Seit 1.1.2004 gibt es in Deutschland attraktive Zuschüsse für den Einsatz von vollautomatischen Pelletsfeuerungen. Alles spricht für den Umstieg auf eine Holzheizung - bekennen auch Sie sich zum Vorsprung!

Wir informieren Sie gerne: Fröling Heizkessel- und Behälterbau GmbH, Industriestr. 12, A-4710 Grieskirchen, Tel.: 0043 (0) 7248 606-0, Fax: -600, E-Mail: info@froeling.com (www.froeling.com)

energeticals power plant engineering

energeticals power plant engineering aus München setzt neue Maßstäbe bei der Verstromung fester Biomasse. Hierzu wurden zwei Baureihen entwickelt, die nach dem klassischen Clausius-Rankine-Prozess mit Wasser/Wasserdampf arbeiten.

Baureihe CR01 deckt den Bereich von 500 bis 1.250 kW elektrische Wirkleistung bei einem Anlagenwirkungsgrad zwischen 23 und 30 Prozent, Baureihe CR02 den Bereich von 1.600 bis 20.000 kW elektrische Wirkleistung bei einem Anlagenwirkungsgrad zwischen 35 und 40 Prozent ab.

Bei beiden Baureihen wird eine Brennstofftrocknung und eine regenerative Vorwärmung der Verbrennungsluft eingesetzt, der weitaus bessere Wirkungsgrad von Baureihe CR02 wird mit einer zusätzlichen einfachen Zwischenüberhitzung des Dampfes erreicht. Die Schadstoffgehalte im Abgas liegen weit unter den zulässigen Grenzwerten. Dies wird durch geregelte Verbrennung, einen Multizyklon und einen Elektrofilter erreicht. Die Abgaskondensation bewirkt nicht nur eine Entschwadung, sondern zusätzlich einen extrem niedrigen Feinstaubgehalt.

Bezogen auf den Heizwert von Holz in Höhe von 18,5 MJ/kg atro bewegt sich der tägliche Brennstoffbedarf zwischen 16,9 und 32,4 Festmeter bei Baureihe CR01 und zwischen 35,6 und 389,2 Festmetern bei Baureihe CR02. Die Anlagen können sowohl als Neuanlagen als auch durch Umbau bereits vorhandener Biomasseheizwerke erstellt werden. Sie erzeugen Strom im Grundlastbereich, der in das Netz des örtlichen Netzbetreibers eingespeist wird.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Wärmeauskoppelung. Erträge aus der Stromeinspeisung werden nach den Einspeisevergütungen des novellierten Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) erzielt. Bei Verwendung naturbelassener Hölzer wie Waldrestholz oder Holz aus der Landschaftspflege kann ein zusätzlicher Brennstoffbonus genutzt werden. Angesichts des im Waldinventurbericht II festgestellten jährlichen mittleren Zuwachses von 12,4 Festmetern je ha Waldfläche besteht noch erhebliches Potential, da hiervon nur 61 Prozent genutzt werden. Die Netto-Anlagenrendite bewegt sich zwischen 8 und 10 Prozent p.a. der Investitionssumme (inkl. Kosten für Planung und Genehmigung).

Infos: Im Internet unter http://www.energeticals.com, E-Mail: info@energeticals.com, Tel.: 089/746647-41, Fax: -42

Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden

Ein wichtiger Aspekt beim Hausbau ist eine optimale Dämmung, da sie nicht nur Lärm fern hält, sondern auch einen Großteil der Heizkosten einspart. Moderne Dämmungen aus natürlichen Materialien, wie Heraflax von Heraklith, haben mit konventionellen Dämmstoffen kaum etwas gemein. Gefertigt aus naturbelassenem Flachs, bietet Heraflax optimale Dämmeigenschaften. Der deutsche Staat unterstützt umweltbewusstes Bauen seit Februar 2005 wieder mit Fördergeldern. 35 Euro pro Kubikmeter Dämmstoff können Bauherren für die Dämmung mit Heraflax einfordern.

Immer mehr Bauherren legen größten Wert auf die Umweltverträglichkeit der Baustoffe. Heraklith bietet mit Heraflax einen Dämmstoff aus naturbelassenem Flachs, der Hausbauern und Sanierern ermöglicht, das umweltfreundliche Bauvorhaben konsequent umzusetzen. Heraflax vereint zahlreiche hervorragende Eigenschaften, wie den Schall- und Überwärmungsschutz. Im Winter speichert Heraflax die Wärme und sorgt für wohlige Raumtemperaturen bei reduziertem Heizaufwand. Vor Hitze schützt die Flachsdämmung im Sommer und hält die Räume erfrischend kühl. Dazu reguliert sie die Luftfeuchtigkeit auf 40 bis 60 Prozent und schafft so ein angenehmes, gesundes Wohnklima. Heraflax speichert Wärme und Feuchtigkeit ohne zu schimmeln, und ist sogar resistent gegen Ungeziefer. Die Verarbeitung des ökologisch angebauten Materials ist unkompliziert und nicht mit gesundheitlichen Risiken behaftet.

Flachs, der Rohstoff von Heraflax, wird von den Landwirten umweltfreundlich angebaut. Auch Heraklith bearbeitet die Bestandteile von Heraflax besonders schonend und umweltbewusst und schafft so eine perfekte Symbiose zwischen Industrie und Landwirtschaft.

Bauherren, die ihre Eigenheime mit natürlichen Dämmmaterialien ausbauen, werden sogar finanziell gefördert. Dies gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für Altbausanierungen und gewerbliche Bauprojekte. 35 Euro pro Kubikmeter Flachsdämmstoff sind auch ein Anreiz für Bauwillige, die sich noch keine Gedanken über naturfreundliche Materialien gemacht haben. Bei einer Wohnfläche von 130 Quadratmetern mit einem durchschnittlichen Dämmvolumen von circa 50 Kubikmetern Flachsdämmstoff erhält der Bauherr etwa 1.750 Euro vom Staat. Jedoch müssen sich Interessenten beeilen, da die Förderung nur bis 2006 angeboten wird. Außerdem ist der Gesamtetat für naturschonende Materialien im Hausbau und in der Sanierung beschränkt. Die Anträge werden in Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Wer zögert, könnte diese einmalige Chance auf Zuschuss vom Staat für den Bau oder die Sanierung verpassen. Dies berücksichtigend, bietet Heraklith für Heraflax eine kurzfristige und rasche Lieferung in das gesamte Bundesgebiet an. So steht dem umweltbewussten Ausbau des Eigenheims nichts im Wege.

Kontakt: Heraklith AG, Barbara Orasche, Ferndorf Nr. 29, A-9702 Ferndorf, Tel.: +43 (0) 4245 / 2001-3254, Fax: 3499, E-Mail:
(www.heraklith.com)


BayWa Agrartage - Die Märkte der Zukunft

So lautet das Schwerpunktthema auf den kommenden BayWa Agrartagen am 28. und 29.06.2005 auf dem Gelände der BayWa Versuchsstation in Hohenkammer, 30 km nördlich von München. Hier haben Fachbesucher aus Landwirtschaft, Verbänden und Beratung Gelegenheit, sich einen Überblick über die Bioenergieproduktion zu verschaffen.

Im Vordergrund stehen dabei die Themen Biogasanlagen zur Stromerzeugung, Bioethanol-Produktion aus Weizen und Erzeugung von Kraftstoffen aus Rapsöl.

Schauparzellen zeigen die Möglichkeiten zur Produktion der Ausgangsrohstoffe. An einer Modellanlage können technische Fragen rund um die Biogaserzeugung diskutiert werden. Auf dem Versuchsgelände stehen den Besuchern Experten der Lfl Freising sowie des Fachverbandes Biogas Rede und Antwort.

Pflanzenbauliche Produktionstechnik, Landtechnik, Vermarktung von Agrarerzeugnissen, Einsatz und Verwendung von Biodiesel und Bioschmierstoffen werden an Schauparzellen und Exponaten dargestellt. Mitarbeiter der BayWa Sparten Agrar, Technik und Mineralöle stehen für Beratungen bereit.

betriebswirtschaftliche Fragestellungen bei der Biogaserzeugung ein und widmen sich den Themen Gentechnik in der Landwirtschaft und Auswirkungen der Klimaänderung auf Süddeutschland.

BayWa AG, Vertrieb Agrar Marketingkoordination, Dr. Helmut Weiß, Arabellastr. 4, 81925 München, Tel.: 089/9222-3233, Fax: 089/9212-3432

Europas größte NAWARO-Biogasanlage

Seit der Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) im April 2004 boomt der Bau von Biogasanlagen auf Basis von Nachwachsenden Rohstoffen. Die ausschließliche Vergärung von Energiepflanzen (z.B. Silage von Getreide, Mais, Gras) stellt Technik und Prozessführung vor neue Herausforderungen. Längerfristige Erfahrungen über den Betrieb dieser "Nawaro-Anlagen" liegen in Deutschland noch nicht vor.

Anders sieht die Situation in Österreich aus, dort wird seit zwei Jahren der Bau von solchen Biogasanlagen forciert. Im Herbst 2003 bekam Schmack Biogas in St. Veit/Kärnten den Auftrag für den Bau und Betrieb von Europas größter Nawaro-Biogasanlage. Im Inbetriebnahmejahr erreichte die Ein-Megawatt-Anlage eine durchschnittliche Auslastung von 70 Prozent.

Für den reibungslosen Betriebsablauf sorgt das vollautomatische Steuerungs- und Überwachungssystem, BioGuard. Durch die Datenfernübertragung ist es Schmack Biogas möglich, vom Firmenstandort in Schwandorf die Anlage zu betreiben. Zukünftig werden die Aufgaben des Betreuers vor Ort lediglich noch die Beschickung, Wartungsarbeiten sowie die Kontrolle der Biogasanlage sein. Während der Inbetriebnahme überwachten die Experten die Anlage vor Ort.

Herkömmliche Biogasanlagen vergären vorwiegend Gülle und nur zum geringen Anteil pflanzliche Stoffe. Maissilage hingegen ist strukturreich und hat einen Trockensubstanzgehalt von ca. 32 Prozent. Kern der Anlage in St. Veit ist der Durchflussfermenter vom Typ EUCO, den die Schmack Biogas AG seit Jahren erfolgreich zur Vergärung anspruchsvoller Einsatzstoffe verwendet. Genau wie eine Kuh mögen die Bakterien, die im Fermenter für die Gasproduktion sorgen, nur qualitativ hochwertiges Futter. Silage, die nicht luftdicht gelagert wurde, enthält Schimmelsporen. Durch Schimmelpilze und Hefebakterien schäumt das Substrat im Fermenter auf. Starke Schaumbildung stört die Anlagensteuerung und somit den gesamten Prozessablauf.

Weiterhin ist es notwendig, dass das Substrat im Hauptfermenter permanent gerührt wird und nicht wie bei herkömmlichen Anlagen in Intervallen. Spätestens hier muss der Betreiber auf den Eigenstromverbrauch seiner Anlage schauen, wenn er wirtschaftlich arbeiten will. In St. Veit bewährte sich der 1,5 kW Antrieb im EUCO, der sich durch einen niedrigen Stromverbrauch auszeichnet.

Die Biogasanlage St. Veit zeigt, dass die Nawaro-Vergärung ohne den Zusatz von Flüssigkeiten auch im Megawatt-Bereich wirtschaftlich und technisch möglich ist. Schmack Biogas erreichte im Inbetriebnahmejahr schon 5.800 Betriebsstunden. Das Konzept hat bereits Früchte getragen. Unter dem Namen "Biogaspark Alpe-Adria GmbH" wurden in Österreich acht weitere Nawaro-Anlagen fertig gestellt. Getragen wird das Unternehmen von der HYPO Alpe-Adria-Bank AG und der Wärmebetriebe Gesellschaft mbH (WBG). Sie ist Tochtergesellschaft der KELAG, einem überregionalen Energieversorgungsunternehmen. Bis Mitte 2006 sollen insgesamt 15 landwirtschaftliche Biogasanlagen errichtet werden, die Österreich mit Ökostrom aus Biogas versorgen. Pläne der Investorengruppe für einen Biogaspark Deutschland mit insgesamt 20 Anlagen gibt es auch schon.

Infos: Schmack Biogas AG, Petra Krayl, Tel.: 09431/751-285, Fax: 09431/751-300, E-Mail: petra.krayl@schmack-biogas.com (http://www.schmack-biogas.com)

 

 
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