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Newsletter/ nawaros®02/05
Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters
nawaros ®
Inhalt
Gewinnübergabe zu den Biomasse-Tagen
Biogasanlagen - Stahlbeton-Fermenter
Alternative Energien
Dämmstoff-Förderung
C.A.R.M.E.N. auf der Bildungsmesse
Textilien aus Mais
Genf stellt um auf BAW
Aus dem Wald
Gewinnübergabe zu den Biomasse-Tagen
Holzpellets geliefert
23. Februar, Nürnberg-Fischbach, 11:30
Uhr, Flachsröststraße: Der Straßenname ist Programm,
es geht um Nachwachsende Rohstoffe. Nicht in erster Linie um die stoffliche
Nutzung, doch irgendwie schon auch ein wenig.
"Saubere Energie aus Bayern - für die Zeit nach Öl und
Gas" steht in riesigen Lettern auf blauem Grund an einem 12-Tonner
LKW. Geladen hat er Holzpellets.
Vor einem Einfamilienhaus in Niedrigenergie-Bauweise der Firma Baufritz
haben sich die Familie Schüler, der Nürnberger Umweltbürgermeister
Dr. Klemens Gsell mit seiner Projektleiterin Carda Seidel, Christian Melzl
von der Firma CompacTec, Karl Hanglberger und Sebastian Kilburg von C.A.R.M.E.N.
sowie zahlreiche Pressevertreter und Interessierte zu einer Pressekonferenz
versammelt.
Anlass ist die Übergabe einer Holzpellet-Lieferung, gewonnen von
der Familie Schüler. Als Teilnehmer bei den Europäischen Biomasse-Tagen
2004 hatten sie sich bereit erklärt, ihren Keller mit Pelletheizung
für Besichtigungen zu öffnen.
Damit konnten sie an der Verlosung von Bayernweit vier Lieferungen Holzpellets
teilnehmen.
"Dieses Haus ist für Nürnberg schon etwas Besonderes",
erklärte Umweltbürgermeister Dr. Gsell, der diese von C.A.R.M.E.N.
initiierte Aktion gleich bereitwillig unterstützte.
Gedämmt wird das gemütliche Eigenheim mit Hobelspänen,
die zur Brand- und Pilzhemmung mit einer Soda-Molke-Mischung behandelt
wurden. Die Wärmeversorgung leisten eine Solaranlage und ein Kaminofen,
die einen 1000-Liter Pufferspeicher versorgen. Im Bedarfsfall wird über
einen Computer die Pelletheizanlage zugeschaltet.
Durch diesen vielfältigen Einsatz von Holz trägt das Haus zu
einem geschlossenen CO2-Kreislauf bei. Im Bauwerk selbst bleibt
das klimaschädigende Gas über viele Jahrzehnte hinweg gebunden
und bei der Wärmeversorgung setzen die Brennstoffe Scheitholz und
Pellets nur den Anteil an CO2 frei, den sie im Laufe ihres
Wachstums der Atmosphäre entzogen haben.
Auch Karl Hanglberger von C.A.R.M.E.N. freute sich sichtlich, dass die
Familie Schüler mit ihrem Haus an den Europäischen Biomasse-Tagen
der Regionen teilgenommen hatte und gleich beim ersten Mal zu den Gewinnern
gehörte. So konnte bei der Preisübergabe zugleich ein Idealbeispiel
für den Einsatz Nachwachsender Rohstoffe besichtigt werden. Sebastian
Kilburg, Projekt-Manager der C.A.R.M.E.N.-Energieabteilung, stellte die
Vorzüge der modernen und komfortablen Wärmeerzeugung durch Pellets
vor, die der Versorgung mit Öl oder Gas technisch durchaus ebenbürtig
ist und positive Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft hat.
"Bisher haben wir noch nie was gewonnen", strahlte Matthias
Schüler als glücklicher Gewinner. Unterstützt von Heizungsbauer
und Architekt erläuterte er die technischen Besonderheiten seines
Eigenheims und auch seinen Entschluss, ein Holzhaus mit Kaminofen, Solaranlage
und Pelletheizung zu bauen.
Es waren weniger die wirtschaftlichen Gesichtspunkte als vielmehr der
Charme, der von dieser Lösung ausging. Denn immerhin wolle seine
Familie über Jahrzehnte hier behaglich wohnen, meinte Schüler
und versprach, auch in diesem Jahr wieder an den Biomasse-Tagen teilzunehmen.
Nach der Besichtigung von Heizungskeller und Kamin im Wohnbereich leitete
Christian Melzl vom Pellet-Sponsor CompacTec zur Befüllung des Pelletlagers
über. Sehr erfreut über die großartige Resonanz der Nürnberger
Presse beteuerte Melzl, auch für die nächsten Biomasse-Tage
wieder eine Pellet-Lieferung bereit zu stellen. Dann legte Bürgermeister
Dr. Gsell Hebel Nr. 4 am Tanklastzug um und per Luftdruck "flossen"
die Heizstäbchen in das im Keller aufgestellte Sacksilo.
23. Februar, Nürnberg-Fischbach, 13:30 Uhr, Flachsröststraße,
Mission erfüllt: Gut 3 Tonnen Holzpellets haben ihre Familie gefunden
und werden ihnen nun für etwa zwei Winter wohlige Wärme liefern.
Infos: C.A.R.M.E.N.
Biogasanlagen - Stahlbeton-Fermenter
Am Mittwoch, 02. März 2005, faindet
im Gasthaus Pleintinger in Wolfsdorf bei Landau/Isar ab 18:30 Uhr das
Fachgespräch "Biogasanlagen - Stahlbeton-Fermenter, Auswirkungen
der neuen DIN 1045" statt.
Veranstalter sind der Fachverband Biogas e.V., Regionalgruppe Niederbayern,
und der C.A.R.M.E.N. e.V. Das Fachgespräch richtet sich an Landwirte,
Biogasanlagenplaner, Berater und Behördenvertreter.
Die DIN 1045 gilt grundsätzlich für alle Stahlbetonbauten und
somit auch für entsprechende Biogasfermenter. Bereits im Juli 2001
wurde die DIN geändert, bislang war jedoch eine Übergangsfrist
vorgesehen, in der entweder die alte oder die neue Fassung angewandt werden
konnte. Seit Anfang 2005 gilt nur noch die neue Fassung.
Die veränderten Kriterien können merkliche Auswirkungen auf
die Bauausführung und die Wirtschaftlichkeit einer landwirtschaftlichen
Biogasanlage haben. Die Änderungen beziehen sich beispielsweise auf:
- Anforderungen an die Dauerhaftigkeit (von 30 auf 50 Jahre)
- Höhere Rissbreitenbeschränkung (höherer Stahlanteil und
höhere Betongüten)
- Fremdüberwachung der Baustelle.
Für das Fachgespräch werden am Veranstaltungstag 7 Euro Unkostenbeitrag
erhoben, Mitglieder des Fachverbandes Biogas oder von C.A.R.M.E.N. zahlen
5 Euro. Die Anmeldung sollte schriftlich per E-Mail (contact@carmen-ev.de)
oder Fax (09421/960-333) bei C.A.R.M.E.N. erfolgen.
Informationen: C.A.R.M.E.N. e.VFachverband Biogas e.V., Regionalgruppe
Niederbayern, Walter Danner, Tel.: 09954/90240
Alternative Energien
In Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt
Ansbach und dem Verband Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Dinkelsbühl,
führte C.A.R.M.E.N. am 14. Februar das Fachgespräch "Alternative
Energien" in Bernau bei Feuchtwangen durch. Gut 50 Interessierte
nahmen daran teil.
Nach der Begrüßung wurde der Stand der Technik bei der energetischen
Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Biomassen erläutert.
Dabei sprachen die Referenten, Sebastian Kilburg und Robert Wagner von
C.A.R.M.E.N., die ökonomischen und ökologischen Bewertung der
Potenziale für die Landwirtschaft der folgenden Nachwachsenden Rohstoffe
an: Biogas, Pflanzenöl, Rapsöl-Methylester, Ethanol, BTL-Diesel,
Holzgas, Scheitholz, Hackschnitzel, Holzpellets, Miscanthus sowie Stroh.
Maria Stichlmair und Martin Schneider von SG 2.1A und 2.1 des Landwirtschaftsamtes
Ansbach, stellten die gesetzlichen, rechtlichen und förderungsrelevanten
Anforderungen aus Sicht des Pflanzenbaus vor. Dabei wurde auf Cross Complience,
Fruchtfolge, Düngebilanz, Düngeverordnung und Düngemittelverordnung
eingegangen.
Infos: C.A.R.M.E.N. e.V.
Dämmstoff-Förderung
Gute Nachrichten für ökologisch
bewusste Bauherren und Architekten: Das vom Bundesverbraucherschutzministerium
(BMVEL) getragene Markteinführungsprogramm "Dämmstoffe
aus nachwachsenden Rohstoffen" wird wieder aufgenommen, nachdem die
im Juli 2003 begonnene Förderung zunächst am 31.12.2004 ausgelaufen
war. Am 23. Februar 2005 trat die Richtlinie in Kraft, mit welcher der
Kauf von Naturdämmstoffen bis Ende 2006 gefördert wird.
Informationen: Im Internet unter http://www.naturdaemmstoffe.info
C.A.R.M.E.N. auf der Bildungsmesse
Sonderschau "Landwirtschaft und Ernährung
- erleben lernen"
Vom 28. Februar bis zum 04. März präsentiert sich C.A.R.M.E.N.
bereits zum siebten Mal, gemeinsam mit neun weiteren Verbänden und
Organisationen, auf der Bildungsmesse 2005, diesmal in Stuttgart.
In Halle 1.0 werden am Stand 110 Unterrichts- und Informationsmaterialien
sowie Medien für die verschiedenen Schulstufen vorgestellt.
Informationen zum Bauernhof als außerschulischer Lernort gibt es
ebenso am Stand wie die Möglichkeit, bei engagierten Landwirten Fragen
zur Praxis zu stellen.
Neben C.A.R.M.E.N. wirken folgende Teilnehmer mit: Auswertungs- und Informationsdienst
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten e.V. (aid); Bund der
Deutschen Landjugend (BDL); Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter
e.V. (BDP); Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.
(BLL); Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH
(CMA); Deutscher Bauerverband (DBV); Information.Medien.Agrar. (IMA);
Talking Food; Deutscher LandFrauenverband e.V. (DLV).
Kontakt: C.A.R.M.E.N.

Textilien aus Mais
Als bislang einziger Hersteller von Bergsportartikeln
bietet Salewa T-Shirts aus Ingeo-Fasern an.
Zur Herstellung der Ingeo®-Faser wird die Pflanzenstärke in pflanzliche
Zuckerbausteine gespalten, die anschließend einem Fermentationsprozess
unterzogen werden. Aus dem Kohlenstoff und weiteren Elementen dieses natürlich
fermentierten Zuckers werden Polymere hergestellt, aus denen die Faser
gezogen wird.
Die daraus hergestellten Textilien zerfallen vollständig, wenn man
sie kompostiert.
Ingeo wurde vom Textilforschungszentrum Hohenstein nach dem Oeko-Tex Standard
100 geprüft und zertifiziert und hält damit die Einhaltung humanökologisch
bedenklicher Schadstoff-Grenzwerte ein.
Quellen und Infos: 4-Seasons.de - Das Globetrotter Magazin, Ausgabe 09/2004
und http://www.european-outdoor.de
(Ausstellerberichte) sowie http://www.ingeofibers.com

Genf stellt um auf BAW
Die Stadt Genf plant die Umstellung von
Plastiksäcken auf biologisch abbaubare Säcke in der Grüngutsammlung.
Composto+, eine seit 1990 tätige Beratungsfirma für Grüngut-
und Abfallbewirtschaftung, Biopolymere und Ökobilanzierung, berichtet
dies auf der Website http://www.composto.ch.
Aus dem Wald
Im Internet wird unter http://www.aus-dem-wald.de
ein Forstadressbuch angeboten.
Hier können private und gewerbliche Marktteilnehmer bequem und schnell
in Verbindung treten.
Kontakt: ADW (aus-dem-wald.de), Hauptstraße 6, D- 29471 Gartow/Elbe,
Tel.: 05846/1253, E-Mail: adw@aus-dem-wald.de


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