Newsletter/ nawaros®12/04

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ®

Inhalt

Weltmesse für Bioprodukte - BioFach 2005
Österreichisches Modellprojekt
Neues von der FNR
Emissionsminderung von Holzwerkstoffen
Holzfußböden
N-FibreBase
Bayerns Energiebilanz
Erfolgreiche QM-Kurse
Doktor Regenerativ
Forum Färberpflanzen
Keimfreie Verpackung
Bioenergieanlagen
Kreative Geschenke
Design aus Naturfasern

Weltmesse für Bioprodukte - BioFach 2005
C.A.R.M.E.N. organisiert Stand zu Biokunststoffen

Vom 24. bis 27. Februar findet in Nürnberg die Weltleitmesse für Bioprodukte, BioFach 2005, statt. C.A.R.M.E.N. hat in Halle 7 unter Standnummer 602 für zehn Mitaussteller einen Gemeinschaftsstand zu Biokunststoffen organisiert.
Die Ausstellung auf der letzten BioFach konnte bereits guten Zuspruch verzeichnen. Damals informierten sich u.a. der niederländische Landwirtschaftsminister Dr. Cees Veerman und die Ministerin für Umweltschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen, Bärbel Höhn, am Gemeinschaftsstand. Für 2005 werden gut 30.000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet.

C.A.R.M.E.N. stellt auf der BioFach 2005 innovative Produkte für den Alltag vor, darunter eine Pflanzenöl-Matratze, kompostierbare Biomüllbeutel und Cateringartikel.
Mulchfolien, Naturfaser-Dämmstoffe, Verpackungsmaterialien und Biokunststoffe werden von folgenden Firmen präsentiert:
BayWa AG, München; biomasse GmbH, Straubing; Deutsche Heraklit GmbH, Simbach/Inn; FKuR - Forschung und Engineering GmbH, Willich; Interseroh-EntsorgungsdienstleistungsGmbH, Köln; natura VerpackungsGmbH, Rheine; Novamont GmbH, Eschborn; PSP Papierschaum AG, Achim; Wentus Kunststoff GmbH, Höxter; Zerzog GmbH & Co. KG - Kunststofftechnik-Recycling, Ottobrunn.

Am 25. Februar wird C.A.R.M.E.N. gemeinsam mit der IBAW, der Novamont GmbH, der natura VerpackungsGmbH und der Loick AG das Fachgespräch "Bioplastics - the perfect packaging for organic food products" anbieten. Des Weiteren findet das Fachgespräch "Biodegradable Plastics in Agriculture and Horticulture" statt, welches von C.A.R.M.E.N. in Kooperation mit dem Landesamt für Landwirtschaft, der Forschungsgemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe (FBAW) und Rodenburg Biopolymers durchgeführt wird.
Bei der Erzeugung und Verpackung von Bioprodukten sind Biokunststoffe die ideale Ergänzung. Sie bestehen überwiegend aus Nachwachsenden Rohstoffen, die von der Landwirtschaft produziert werden.
Bei C.A.R.M.E.N. ist zum Thema Biokunststoffe eine kostenlose Broschüre mit dem Titel "Mater-Bi - eine biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen" erhältlich. Rechtzeitig zur BioFach 2005 legt C.A.R.M.E.N. die dritte Auflage des Bandes "Biokunststoffe" neu auf, die für 37,45 Euro (zzgl. Versand) vorbestellt werden kann.

Infos: C.A.R.M.E.N., Dr. Bettina Schmidt, E-Mail: bs@carmen-ev.de und NürnbergMesse (http://www.biofach.de)

Österreichisches Modellprojekt

"Aus der Natur - in die Natur" nach diesem Prinzip können Verbraucher in Linz beim täglichen Einkauf künftig das österreichweit einmalige Modellprojekt "loop linz" kennen lernen. Ab Frühjahr 2005 verkaufen Geschäfte in Linz und einigen anderen oberösterreichischen Kommunen unterschiedlichste Produkte in biologisch abbaubaren Kunststoffverpackungen aus Nachwachsenden Rohstoffen. Nach Verwendung kommen diese Naturkunststoffe aus pflanzlicher Stärke in die Biotonne.

Das Projekt ist eine Initiative des Instituts für innovative Pflanzenforschung alchmia-nova Wien, der Agentur .lichtl für Nachhaltigkeitskommunikation, sowie des Energieinstituts der Universität Linz.

Quelle und Infos: Pressemeldung der Agentur alchemia-nova, Institut für innovative Pflanzenforschung, E-Mail: office@alchemia-nova.net (http://www.loop-linz.at)

Neues von der FNR
Zukunft der Biokraftstoffe

Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise, begrenzter fossiler Ressourcen und ungelöster Klimaprobleme hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Projektträger des Bundesverbraucherschutzministeriums, eine Potenzial-Abschätzung zu Biokraftstoffen erstellt.

Zu den Biokraftstoffen zählen reines Pflanzenöl, Biodiesel aus Raps, Ethanol aus Getreide oder Rüben und Methan aus Biogas, das in Erdgas-Fahrzeugen eingesetzt werden kann.
Der Beitrag dieser pflanzlichen Biokraftstoffe kann theoretisch mit bis zu einem Viertel des Gesamtverbrauchs im Jahr 2020 durchaus beachtlich sein. Grund dafür ist der in Zukunft abnehmende Kraftstoffbedarf und der wachsende Beitrag von synthetischen Biokraftstoffen, bei denen die Biomasse besonders effizient genutzt wird.
Durch die Mineralölsteuer-Befreiung sind Biokraftstoffe schon heute auf dem Vormarsch. Im letzten Jahr betrug ihr Anteil am bundesdeutschen Kraftstoffverbrauch bereits 1,4 Prozent.

Emissionsminderung von Holzwerkstoffen

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. widmet sich derzeit einem geförderten Projekt, das den Herstellungsprozess von Holzwerkstoffplatten optimieren soll, damit in Zukunft nur noch minimal flüchtige organische Verbindungen (VOC) entstehen.
Die hierfür bestehenden Grenzwerte halten die am Markt verfügbaren Produkte heute zwar ein, um jedoch auch bei künftig strengeren Grenzwerten und in zunehmend gut isolierten Innenräumen keine zu hohen VOC-Konzentrationen entstehen zu lassen, sollen die Emissionen schon jetzt weiter abgesenkt werden.

Aktuell werden OSB-Platten untersucht. OSB steht für Oriented Strand Board und bezeichnet Platten, die aus großen, längs ausgerichteten Holzspänen bestehen. Beteiligt sind die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, der Anlagenbauer Siempelkamp und die Krono-Gruppe als Holzwerkstoffhersteller. Die Projektpartner wollen untersuchen, zu welchen Anteilen die VOC-Emissionen aus dem Holz selbst stammen bzw. wie sie durch das Herstellungsverfahren entstehen.
Die Beteiligten wollen mit dem Projekt das positive Image von Holz und Holzwerkstoffen ausweiten.

Infos zu beiden Projekten: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Anne Mergner, Tel.: 03843/6930-144, Fax: -102, E-Mail: a.mergner@fnr.de (http://www.fnr.de)


Holzfußböden

Die Schweizer Gemeinde Wartau hat beim Innenausbau ihres neuen Seniorenheimes ganz auf Holz gesetzt. Alle Zimmer und die Cafeteria erhielten eine Holzvertäfelung. Ein widerstandsfähiger Sportbelag aus Parkett kam als Fußboden zum Einsatz. Er wurde mit Pflegeprodukten des oberbayerischen Naturfarbenherstellers Naturhaus gegen Abrieb geschützt, denn Böden, die regelmäßig mit Rollstühlen befahren werden, benötigten eine besondere Oberflächenbehandlung.
Grundieröl und Hartwachs aus dem Naturhaus, das seine Produkte aus reinen Naturrohstoffen und nach eigenen Rezepturen herstellt, sorgen für die notwendige Schutzschicht und Pflegeleichtigkeit.

Quellen und Infos: Zeitschrift Kommunal - top in form, Nr. 4/Oktober2004; Maler aktuell im Internet unter http://www.color-europe.de und Naturhaus Naturfarben GmbH (http://www.naturhaus.net)


N-FibreBase

Das Internetportal http://www.N-FibreBase.net ist ein Datenbanksystem und Informationsforum über naturfaserverstärkte Kunststoffe. Es basiert auf dem Projekt "Kennwertdatenbank zur Auslegung und Berechnung von Bauteilen aus naturfaserverstärkten Kunststoffen" (s. nawaros® 8/2003).
Bei Naturfasern aus heimischen, Nachwachsenden Rohstoffen handelt es sich um Naturprodukte, deren Eigenschaften im Gegensatz zu synthetischen Fasern einer breiten Streuung unterliegen. Auf die Qualität der Fasereigenschaften wirken sich dabei besonders die landwirtschaftlichen Faktoren wie Standort, Bodenqualität, Wassergehalt, Ernte und Jahrgang aus. Beim Einsatz von Naturfasern als Verstärkung in technischen Bauteilen müssen diese Schwankungen berücksichtigt werden, um mit den Werkstoffen verlässlich konstruieren zu können.

Im Rahmen des Projekts wurden Methoden zur Ermittlung von zuverlässigen Kennwerten für Naturfasern und naturfaserverstärkte Kunststoffe erarbeitet. N-FibreBase will nun die für die Berechnung und Konstruktion erforderlichen Kennwerte und Informationen in Datenbanken zur Verfügung stellen.
Das Projekt erhielt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL).

Infos: M-Base Engineering + Software GmbH, Aachen, Tel.: 0241/96314-50, 69, E-Mail: info@m-base.de

Bayerns Energiebilanz

Die Zusammenstellung der Daten für das Jahr 2002 zeigt deutlich: Der Biomasse-Anteil an der Bereitstellung von Primärenergie in Bayern steigt weiter. Für 2002 liegt dieser Anteil bei 4 Prozent. Damit konnte sich die Biomasse wie auch in den Vorjahren im Energiesektor ausweiten. 2000 lag dieser Anteil noch bei 3,65 Prozent, 2001 schon bei 3,76 Prozent. Bundesweit liegt der Biomasseanteil am Energieverbrauch erst bei 2 Prozent.
Die Daten zur energetischen Verwendung von Biomasse werden alljährlich von C.A.R.M.E.N. zusammengestellt.
Möglich gemacht hat diese Entwicklung die Förderpolitik der Bayerischen Staatsregierung, die nach Aussagen des bayerischen Landwirtschaftsministers Josef Miller seit 1990 rund 196 Millionen Euro, davon 162 Millionen Euro Landesmittel überwiegend in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert hat.


Erfolgreiche QM-Kurse

In Zürich und in Bern führte die Holzenergie Schweiz im November den Kurs "Holzheizungen erfolgreich planen" durch. Insgesamt 120 Teilnehmer ließen sich von den kompetenten Referenten und Q-Beauftragten von Holzenergie Schweiz, Ruedi Bühler, Jürgen Good und Andres Jenni, über den Stand der Technik und über neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit "QM Holzheizwerke" informieren. Darüber hinaus wurden die Kursteilnehmer mit dem Aufbau und der Anwendung der Instrumente und Hilfsmittel von "QM Holzheizwerke" vertraut gemacht.

Durch die Anwendung von "QM Holzheizwerke" soll sichergestellt werden, dass eine entsprechend geplante Anlage zuverlässig, emissionsarm, wirtschaftlich und effizient funktioniert. Wie wichtig das ist, unterstreicht die Tatsache, dass in der Schweiz immer mehr Kantone die Planung gemäß "QM Holzheizwerke" als entscheidendes Kriterium sehen, wenn es um Finanzhilfen für Holzfeuerungen geht.

Dank der Zusammenarbeit einer internationalen Expertengruppe, zu der auch C.A.R.M.E.N. gehört, wurden die Unterlagen in den vergangenen zwei Jahren auf einen europäischen Stand gebracht und sind nun in Bayern Bestandteil des Förderprogramms (s. nawaros® 11/2004).
C.A.R.M.E.N. wird im neuen Jahr gemeinsam mit den deutschen QM-Partnern, der Klimaschutz- und Energieagentur (KEA), Karlsruhe, und dem Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Stuttgart, ebenfalls ein Fachgespräch zu QM durchführen.

Quellen und weitere Infos: Holzenergie Schweiz (http://www.holzenergie.ch), C.A.R.M.E.N., Gilbert Krapf, E-Mail: gk@carmen-ev.de (http://www.carmen-ev.de und http://www.qmholzheizwerke.ch)

Doktor Regenerativ

Jobmöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es viele. Den Bedarf am zugehörigen Wissen haben inzwischen auch zahlreiche Universitäten und Fachhochschulen erkannt.
Für die Zeitschrift "Erneuerbare Energien" hat Tonja Schaffeld in der Ausgabe 11/2004 zahlreiche Vorlesungen, Seminare, Übungen und Praktika für Studierende sowie Weiterbildungsangebote für Ingenieure zusammengestellt. Dieser Beitrag kann auch im Internet abgerufen werden.

Website "Erneuerbare Energien" http://www.erneuerbareenergien.de


Forum Färberpflanzen

Durch umfangreiche Anbau- und Verarbeitungsversuche wurde altes Wissen über Naturfarben in den letzten Jahren wiederentdeckt und auf den neuesten Stand gebracht. Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TTL) und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe haben den aktuellen Kenntnisstand für 12 Arten in einer Broschüre zusammengetragen. Die Broschüre "Färberpflanzen" ist kostenfrei bei der FNR erhältlich.

Infos und Bestellung: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), im Internet unter http://www.fnr.de, E-Mail: infomaterial@fnr.de


Keimfreie Verpackung

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV), Freising, haben ein verbraucherfreundliches Verfahren zur Sterilisierung von Verpackungsfolien entwickelt. Dazu werden Konservierungsstoffe wie Benzoe- oder Sorbinsäure nicht den Lebensmitteln zugeführt, sondern auf die Folie aufgebracht. Das reduziert den Einsatz dieser Stoffe erheblich und schützt feste Produkte vor dem Befall mit Keimen. Für flüssige Lebensmittel eignet sich das Verfahren nicht, da sie die Konservierungsstoffe aus der Beschichtung der Folie lösen. Derartiges Verpackungsmaterial muss vor dem Einsatz aufwändig entkeimt werden.
Quellen und Infos: Agra Europe, Ausgabe 42/2004 und Mediendienst 10/2004 der Fraunhofer Gesellschaft (http://www.fraunhofer.de)

Bioenergieanlagen

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) hat einen Leitfaden zur Planung und Installation von Bioenergieanlagen für Investoren, Architekten und Ingenieure herausgebracht.
Die leicht verständliche und gut bebilderte Publikation ist Anfang des Jahres erschienen. Die Autoren geben einen detaillierten Überblick über sämtliche Möglichkeiten des Einsatzes von Bioenergieanlagen. Der Leitfaden beschreibt Hinweise zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Projekten und Anlagen. Die Kombination von kleinen Holzenergieerzeugern mit Solaranlagen wird ebenfalls behandelt.
Infos: Der Leitfaden kann für 65 Euro (zzgl. Versand) bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. unter Tel: 089/524071 oder in Internet (http://www.dgs.de) bestellt werden.


Kreative Geschenke
Selbst gemachtes aus Holz

Die Weihnachtskrippe selber bauen? Einen Kaufladen, ein Laufrad oder eine individuelle Skulptur verschenken? Eigene Ideen anderen präsentieren?
Etwas selbst zu entwerfen und anzufertigen ist nicht unbedingt schwer aber immer etwas Besonderes.
Wem die richtige Idee für ein Geschenk noch fehlt, der kann auf Hilfe hoffen. Ob Puppenhaus, Schaukelpferd, Stehpult oder Wandschrank: Bauanleitungen, -pläne und Materiallisten gibt es z.B. bei der KursWerkstatt im Internet (http://www.kurswerkstatt.de).
Wer sich nicht gleich ans Werk traut, kann hier zunächst auch einen von zahlreichen Kursen für private Heimwerker zum Thema Holzbearbeitung belegen.

In eigener Sache: Biomasse-Tage 2004

Als neues Anwendungsfeld zur Nutzung von Hanf präsentierten zwei Unternehmen im November auf einem Kongress in Hürth Aktenkoffer aus Naturfasern (Flachs, Hanf, Kenaf).
Ein Modell aus Hanf (50%) und Kenaf (50%) kann bereits in einer ersten Serie über die Firma Hempro International (http://www.hempro.com) erworben werden.


 

 
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