Newsletter/ nawaros®05/04

Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ®

Inhalt

12. C.A.R.M.E.N.-Symposium in Würzburg
HessenRohstoffe e.V
Biowärme für Sauerlach
Biogas-Boom in Bayern
Mais-Förderpreis 2004
Golf mit Biodiesel-Sensor
Holzfreundliches Bayern
Pflanzenölbetriebene Blockheizkraftwerke
Übersicht im Internet
Biogas-Datenblätter

12. C.A.R.M.E.N.-Symposium in Würzburg
Biomasse und Sonne - konsequenter Klimaschutz

Am 5. und 6. Juli 2004 lädt C.A.R.M.E.N. Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, Politiker und Behördenvertreter zum 12. C.A.R.M.E.N.-Symposium nach Würzburg ein.
Treffpunkt ist die Festung Marienberg, hier tagt das Symposium "Im Kreislauf der Natur - Naturstoffe für die moderne Gesellschaft" unter dem Titel "Biomasse und Sonne - konsequenter Klimaschutz".

Wie bereits im vergangenen Jahr, konnte die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) als Kooperationspartner des Symposiums gewonnen werden.
Im gemeinsamen Fachplenum werden Rahmenbedingungen für den Klimaschutz auf europäischer Ebene vorgestellt, KfW-Förderprogramme zur Erreichung der deutschen Klimaziele präsentiert und der Güteschutz bei solaren Kombinationsanlagen thematisiert.
Anschließend wird eine Innovationsbörse angeboten. Hier haben Firmen die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren.
Am Nachmittag tagen drei parallele Fachblöcke. Im Fachblock "Energetische Nutzung" werden die effiziente Planung und Führung von Biomasseheizwerken sowie der CO2- Zertifikatehandel und die Umsetzung bei Biomasseprojekten vorgestellt.

Im Block "Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen - Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung" geht es zunächst um Möglichkeiten und Strategien der CO2-Einsparung. Im Bereich "Branchen und Produkte" werden dann Alternativen zu fossilen Rohstoffen aufgezeigt.
Die "Solarkonferenz" befasst sich mit "Kombinationsanlagen" und "Solartechnik". Neben Berichten aus Forschung und Technik werden Fördermöglichkeiten vorgestellt und eine Marktübersicht gegeben.

Am zweiten Tag werden Exkursionen mit Fachdiskussion angeboten.
Das Motto des diesjährigen C.A.R.M.E.N.-Symposiums verdeutlicht die Vielfalt der Möglichkeiten, aber auch die Notwendigkeit von konsequentem Klimaschutz. Zur Vorsorge und Ressourcenschonung ist eine Verminderung der CO2-Emissionen dringend erforderlich. Es gibt kaum Zweifel daran, dass der weltweite Anstieg des Energiebedarfs und die zunehmende Verbrennung fossiler Energieträger zu einer globalen Temperaturerhöhung beitragen. Der Wert für das hauptsächlich verantwortliche Treibhausgas CO2 stieg in den letzten 100 Jahren - seit Beginn der Industrialisierung - um 30 Prozent. Pro Tag wird die Energiespeicherleistung von 500.000 Tagen Erdgeschichte unwiederbringlich in Kohlendioxid umgewandelt.

Das Symposium widmet sich den Strategien zur CO2-Einsparung durch regenerative Rohstoffquellen. Ein bedeutendes Potenzial bieten die Nachwachsenden Rohstoffe. Bei der Erzeugung von Energie, Wärme und Produkten für Industrie oder Haushalt schonen sie Erdöl, Erdgas und Kohle. Nachwachsende Rohstoffe sind dezentral verfügbar, reduzieren die Importabhängigkeit und bieten beste Voraussetzung für den Handel mit CO2-Zertifikaten. Eine weitere wichtige Strategie ist die Nutzung von Sonnenenergie als regenerative Energiequelle, die den künftigen Energiebedarf ohne gefährliche Nebenwirkungen decken kann und positive Beschäftigungseffekte auslöst.

Informationen und Programm sind erhältlich bei C.A.R.M.E.N., Carmen Weber, E-Mail: cw@carmen-ev.de oder hier.


HessenRohstoffe e.V.

Am 15.04.2004 wurde in Witzenhausen bei Kassel das Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, HessenRohstoffe e.V. (HeRo), gegründet.
Der gemeinnützige Verein wird die Aufgabenbereiche Aus-, Fort- und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung, Technologie und Technologietransfer, Produktion von Nachwachsenden Rohstoffen, energetische sowie stoffliche Nutzung, wahrnehmen. Es wurde ein 11-köpfiger Vorstand gewählt, der sich aus Vertretern der Bereiche Politik, Verbände und Wirtschaft zusammensetzt.
Die offizielle Eröffnung des Kompetenzzentrums wird am 5. Juni 2004 in Witzenhausen stattfinden.
Im Auftrag des hessischen Umweltministeriums koordiniert vorläufig ein Aufbaustab die Aktivitäten rund um das Kompetenzzentrum. Diesem Aufbaustab gehört Dr. Bettina Schmidt, Leiterin der Abteilung für stoffliche Nutzung Nachwachsender Rohstoffe bei C.A.R.M.E.N. an. Um sich dieser Aufgabe voll widmen zu können, wurde Frau Dr. Schmidt vorübergehend von ihren Aufgaben bei C.A.R.M.E.N. beurlaubt.

Infos: Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz,
Tel.: 0611/815-1020, E-Mail: presse@hmulv.hessen.de


Biowärme für Sauerlach

Am 23. April 2004 wurde in Sauerlach, Lkr. München, ein neues Biomasse-Heizkraftwerk seiner Bestimmung übergeben. Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller lobte das Projekt als herausragendes Beispiel kommunalen Engagements und nahm die Anlage offiziell in Betrieb.
Über das Heizwerk werden zahlreiche öffentliche Gebäude (Rathaus, Volkshochschule, Schule und Mehrzweckhalle), Ein- und Zweifamilienhäuser sowie mehrere private und gewerbliche Großabnehmer versorgt. Sie alle sind an eine vierzehn Kilometer lange Trasse angeschlossen.
Kernstück der Anlage sind ein Biomasse- und ein Spitzenlastkessel mit insgesamt 7 MW Nennwärmeleistung. In einem zweiten Bauabschnitt - voraussichtlich bis Ende 2005 - wird ein weiterer Biomasse-Kessel mit 2 MW Leistung installiert.
Zusätzlich erzeugt eine ORC-Anlage mit 480 kWel Leistung über Kraft-Wärme-Kopplung etwa 2.000 MWh Strom/Jahr. Die Kraft-Wärme-Kopplung, d.h. die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme, ist bei großen Biomasse-Anlagen noch eine Ausnahme. In Sauerlach wurde ein Biomassekessel mit einer ORC-Anlage zur Stromgewinnung gekoppelt.
Das Heizkraftwerk wird im Endausbau mit jährlich 6.000 Tonnen naturbelassenem Wald- und Restholz aus der Region beschickt, eine gute Entscheidung, da 53 Prozent der Gemeinde Sauerlach von Wald eingenommen wird.
Die rund 8,9 Millionen Euro teure Investition wurde mit rund 2,7 Millionen Euro aus Mitteln der "Offensive Zukunft Bayern" bezuschusst. Betreiber und Investor ist die Zukunfts-Energie-Sauerlach GmbH (ZES).

Infos: Eine kostenlose Broschüre zum Biomasse-Heizkraftwerk Sauerlach ist bei C.A.R.M.E.N. oder bei der ZES, Tel.: 08104-66460, Fax: -7926 erhältlich.



Biogas-Boom in Bayern

Der Bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, erwartet in den nächsten Jahren einen Biogas-Boom in Bayern. Schon bald sei mit einer Verdoppelung der Biogasanlagen zu rechnen.
Bereits heute stünden 650 Biogasanlagen im Freistaat. Das seien ein Drittel aller Anlagen in Deutschland. "Strom und Wärme aus Stall, Feld und Wald haben Zukunft", betonte der Minister. Der Freistaat unternehme daher alles, um dem Landwirt den Weg in die Energieerzeugung zu erleichtern. Im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werde die Erzeugung von Biogas einen weiteren Impuls erhalten.

Quelle: Pressemeldung des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten vom 29. April 2004


Mais-Förderpreis 2004

Das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) schreibt einen Förderpreis für Hochschulabsolventen und Nachwuchswissenschaftler aus.
Mit dem Preis sollen anwendungsorientierte wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der klassischen und molekularbiologischen Züchtung sowie des Pflanzenschutzes, des Versuchswesens, der Produktion und Verwertung, der Ökologie oder der Ökonomik des Maisanbaues angeregt, gefördert und ausgezeichnet werden. Der Förderpreis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert. Einsendeschluss für die vollständigen Unterlagen zur Teilnahme am Wettbewerb ist der 1. August 2004.

Infos: Die Teilnahmebedingungen können im Internet unter http://www.maiskomitee.de unter der Rubrik Portrait/Förderpreis eingesehen werden und sind unter folgender Adresse erhältlich: Deutsches Maiskomitee e.V., Clemens-August-Straße 54, 53115 Bonn, Tel.: 0228/926-580, Fax: -820.


Golf mit Biodiesel-Sensor

Ein Biodiesel-Paket ist zu einem Aufpreis von 195 Euro für den Volkswagen Golf V erhältlich. Dieses Paket beinhaltet einen Sensor, der den Anteil von Biodiesel im Kraftstofftank erkennt und somit das Einspritz-Management anpasst. Damit wird ein Anstieg der Stickoxid-Emissionen vermieden und die Euro 4 Grenzwerte werden sicher eingehalten. Voraussetzung für den Biodiesel-Einsatz ist die Einhaltung der Kraftstoff-Norm EN 14214.

Quelle: Zeitschrift MOT 07/2004

Holzfreundliches Bayern

Der bayerische Bauernverband und der Bayerische Gemeindetag loben mit Unterstützung von Bayerischem Landwirtschaftlichen Wochenblatt, dlz, Landesbeirat Holz e.V. und Holzabsatzfonds gemeinsam den Holzbaupreis "Holz in Kommunen" aus. Der Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Damit sollen Ideen und Entwicklungen gefördert werden, die Holz als Roh-, Bau- und Werkstoff berücksichtigen.

Die Ausschreibungsunterlagen stehen zum Download auf der Internetseite des Bayerischen Bauernverbandes http://www.bayerischerbauernverband.de


Pflanzenölbetriebene Blockheizkraftwerke

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LFU), Augsburg, hat in Zusammenarbeit mit C.A.R.M.E.N. eine 12-seitige Broschüre zum Thema "Pflanzenölbetriebene Blockheizkraftwerke" aufgelegt. Die Textvorlage erstellte das Technologie- und Förderzentrum (TFZ), Straubing.

Infos: Die Broschüre ist kostenlos bei C.A.R.M.E.N. und beim LFU (http://www.bayern.de/lfu) erhältlich.


Übersicht im Internet

Die i.m.a - information.medien. agrar e.V. (Bonn) hat jetzt den "Internet-Guide" für die Themenbereiche Landwirtschaft, Ernährung, Natur und Umwelt überarbeitet.

Infos: i.m.a-information.medien.agrar e.V., E-Mail: info@ima-agrar.de
(http://www.ima-agrar.de)


Biogas-Datenblätter

Die Veröffentlichung "Biogas - 12 Datenblätter" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), gibt einen Überblick über die aktuell verwendeten Verfahren und Technologien der Biogaserzeugung durch Nassvergärung.
Zwölf Anlagen sind detailliert beschrieben und ermöglichen einen Vergleich verschiedener technischer Lösungsansätze.
Im Rahmen des durch die FNR geförderten bundesweiten Biogasmessprogramms, untersucht die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) 60 Anlagen nach einheitlichen technisch-wissenschaftlichen Kriterien.
Ein Ziel des in Kürze abgeschlossenen Projektes ist, den Stand der Biogastechnologie in Deutschland aufzuzeigen.
Hierauf aufbauend fasst die Broschüre am Beispiel von zwölf ausgewählten Anlagen den technischen Entwicklungsstand zusammen. Jede der Anlagen ist in einem Verfahrensfließbild, einer kurzen Anlagenbeschreibung sowie in einer Datentabelle dargestellt.

Info: Die kostenlose Broschüre kann über die Bestellliste der FNR im Internet angefordert werden: http://www.fnr-server.de, E-Mail: info@fnr.de


 
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