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Newsletter/ nawaros®11/03 Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ®
Oberhaching setzt auf Biowärme Oberhaching setzt auf Biowärme Am 11. Oktober wurde in Oberhaching bei München das neue Biomasseheizwerk seiner Bestimmung übergeben. Alle Beteiligten und die Bevölkerung waren im Rahmen eines Bürgertages zur offiziellen Übergabe geladen. Das Projekt "Biowärme auf dem Kyberg", das neben Holz auch auf Pflanzenöl und Solarenergie setzt, bezeichnete Oberhachings erster Bürgermeister, Stefan Schelle, als richtungsweisend und einmalig in Europa. Dr. Ruth Brökeland von C.A.R.M.E.N. beglückwünschte die Gemeinde und überreichte an die Betreiber des Heizwerks eine Holzlokomotive. "Diese Zugmaschine symbolisiert ein Projekt,
das die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe voranbringt und dem hoffentlich
viele weitere folgen werden", so Dr. Brökeland. Das Herzstück der Anlage
bildet ein 845 kW Biomasse-Kessel, der pro Jahr bis zu 1.700 Tonnen Holzhackschnitzel
aus der heimischen Forstwirtschaft und Landschaftspflege Kohlendioxid-neutral
verbrennt. Müsste diese Leistung mit fossilem Erdgas erreicht werden,
würden dazu jährlich 378.100 m3 dieses Brennstoffs benötigt und der Atmosphäre
zusätzliche 920 Tonnen fossiles Kohlendioxid zugemutet. C.A.R.M.E.N. hält eine kostenfreie Broschüre zum Biomasseheizwerk Oberhaching bereit. Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Dr. Ruth Brökeland, E-Mail: rb@carmen-ev.de und Gemeinde Oberhaching, Tel.: 089/61377-0, E-Mail: postmaster@oberhaching.de (http://www.oberhaching.de). Bilder zum Heizwerk stehen im Internet unter -> Pressebilder -> Biomasse-Heizwerk Oberhaching Biomasse auf Gut Ising Am 31. Oktober wurde auf Gut Ising, dem Tagungs- und Freizeithotel in Chieming am Chiemsee, das neue Biomasseheizwerk eingeweiht. Ein zentraler 900 kW Biomassekessel, der an ein 800 Meter langes Nahwärmenetz angeschlossen ist, beliefert sämtliche Gebäude des Gutes einschließlich des Landschulheims. Im Fall von Wartungsarbeiten und für den Spitzenlastbetrieb steht im Haus Salzburg der schon vorhandene Ölkessel bereit. Der jährliche Wärmebedarf wird zu 97 Prozent
aus ca. 1.100 Tonnen Biomasse gedeckt. Etwa die Hälfte der benötigten
Biomasse ist Pferdeeinstreu. Der restliche Brennstoffbedarf besteht etwa
zu gleichen Teilen aus Waldhackschnitzeln, Sägeresthölzern und Landschaftspflegematerial.
Zuvor stellten 11 Heizkesselanlagen in 10 Gebäuden die benötigte Wärme
bereit. "Das Biomasseheizwerk Gut Ising verfügt über die bislang erste
vom Freistaat Bayern geförderte Anlage, die für die Verbrennung von Pferdeeinstreu
zugelassen ist", darauf weißt C.A.R.M.E.N.-Projektmanagerin Dr. Ruth Brökeland
hin. Weitere Infos: C.A.R.M.E.N., Dr. Ruth Brökeland, E-Mail: rb@carmen-ev.de C.A.R.M.E.N online Unter http://www.carmen-ev.de präsentiert sich der Verein in neuem Gewand. Die rasante Entwicklung des Internets machte eine Anpassung an den modernen Web-Standard unumgänglich. Seit fünf Jahren ist C.A.R.M.E.N. nun im world wide web vertreten und das Informationsangebot rund um Nachwachsende Rohstoffe wurde ständig erweitert. Damit ist ein großer Teil des gegenwärtigen Wissensstandes über Nachwachsende Rohstoffe online verfügbar.
Die getrennte Sammlung von Bioabfällen
ist wichtig. Doch im Winter friert der Bioabfall in der Tonne fest, im
Sommer können Geruchs-, Hygiene- und Madenprobleme auftreten. Hilfreich
sind kompostierbare Säcke für die Biotonne aus bioabbaubaren Kunststoffen. Infos und Anmeldung: C.A.R.M.E.N., Dr. Bettina Schmidt, E-Mail: bs@carmen-ev.de Holz als Energiequelle Zum Fachgespräch "Heizen mit Holz - dezentrale und zentrale Wärmeversorgung von Gebäuden mit Biomasse", lädt C.A.R.M.E.N. am 28. November Heizungsbauer und fachlich Interessierte aus Niederbayern und der Oberpfalz nach Straubing ein. Veranstaltungsort ist das Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) in der Schulgasse 18. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die umfangreiche Kesselausstellung mit ca. 100 Feuerungsanlagen im Erdgeschoss des SAZ zu besuchen. Die Teilnahme am Fachgespräch ist kostenlos, eine Anmeldung bei C.A.R.M.E.N. bis zum 21. November ist erforderlich. Weitere Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Dr. Ruth Brökeland, E-Mail: rb@carmen-ev.de
C.A.R.M.E.N. veranstaltete am 15. Oktober
das Fachgespräch Weitere Infos und Anfragen: Die Tagungsunterlagen stehen im Internet zum Download bereit; Ansprechpartner: Robert Wagner, E-Mail: rw@carmen-ev.de
Die Arbeitsgruppe "CO2-mindernde und CO2-neutrale Energieerzeugung" des Bonner Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) tagte am 15. und 16. Oktober bei C.A.R.M.E.N. in Straubing. Themenschwerpunkt dieser Arbeitsgruppe,
der auch C.A.R.M.E.N.-Projektmanagerin Dr. Ruth Brökeland angehört, ist
die Senkung der CO2-Emissionen im Gartenbau. Mit dem Biomasseheizwerk
in Mitterfels und dem dortigen größten Wärmeabnehmer, dem Gartenbaubetrieb
und Floristikfachgeschäft Blumen Hiendl, konnte die siebenköpfige Arbeitsgruppe
ein für Deutschland beispielhaftes Energieversorgungsmodell als Exkursionsziel
ansteuern. Nach einer Serie von Problemen mit der alten
Ölheizung stand für Blumen Hiendl eine größere Investition in die Heizanlagen
an, erläuterte Gärtnermeisterin Sigrun Hiendl den Fachleuten der KTBL-Arbeitsgruppe.
Seit Oktober 2000 bezieht der Familienbetrieb die Wärme für über 4.000
Quadratmeter Gewächshausfläche aus einem unscheinbaren Metallschrank im
Keller, der Übergabestation des Nahwärmenetzes. Weitere Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Dr. Ruth Brökeland, E-Mail: rb@carmen-ev.de; Bilder dazu im Internet: -> Aktuelles -> Presse -> Pressebilder -> KTBL-Arbeitsgruppe.
Die C.A.R.M.E.N.-Publikation "Holzpellets und Pelletheizanlagen - Leitfaden und Produktkatalog" liegt nun in überarbeiteter und wesentlich erweiteter 4. Auflage vor. Auf 248 Seiten haben die C.A.R.M.E.N.-Autoren Gilbert Krapf (Leitfaden) und Sabine Kreupl (Produktkatalog) ein aktuelles Nachschlagewerk rund um Technik, Emissionen, Hersteller und Lieferanten zusammengestellt. Neben allgemeinen Grundlagen zum Heizen mit Holz werden im ersten Teil des Ordners, dem Leitfaden, die Eigenschaften von Holzpellets erläutert und eine Pelletieranlage beispielhaft präsentiert. Die Form des Ordners wurde bewusst gewählt, um eine regelmäßige Anpassung an die dynamische Pellet-Marktentwicklung zu gewährleisten. Der Produktkatalog steht außerdem kostenfrei im Internet zum Download bereit. Der Ordner kann zum Preis von 22,- Euro
zzgl. MwSt. und Versandkosten bei C.A.R.M.E.N. bestellt werden. Weitere
Informationen: C.A.R.M.E.N., Gilbert Krapf, Fusion von KfW und DtA Um Synergieeffekte besser zu nutzen sowie für Mittelstand und Gründer eine transparente und effiziente Förderung zu erlangen, hat im Juli 2003 eine Fusion der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stattgefunden. Die nun entstandene KfW Bankengruppe gliedert sich in die KfW-Mittelstandsbank und die KfW-Bankgruppe. Die KfW-Mittelstandsbank bietet Programme für Existenzgründer, kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler und Start-up-Unternehmen an. Die KfW-Bankgruppe, bietet Förderprogramme aus den Bereichen Infrastruktur, Soziales und Bildung sowie aus dem Bereich Umwelt an. Die DtA wurde am 12. Mai 1950 als Vertriebenen Bank AG gegründet, um Vertriebenen und Flüchtlingen mittels Investitionskrediten die wirtschaftliche Eingliederung in die noch junge Bundesrepublik zu ermöglichen. Auch wenn sich in den gut 50 Jahren ihres Bestehens der Name mehrfach geändert hat, der Auftrag - vor allem Unternehmensgründer zu fördern - blieb bestehen. Als Kreditanstalt für Wiederaufbau wurde die KfW im Jahr 1948, noch vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, errichtet. Zu ihren Aufgaben zählte die Finanzierung der Wiederaufbauleistungen in Deutschland nach dem Krieg, z.B. durch Gelder aus dem Marshallplan. Heute ist die KfW im Inland vor allem in der Förderung des Mittelstands, der Wohnungswirtschaft und der kommunalen Infrastruktur tätig sowie im Ausland mit Export- und Projektfinanzierungen und in der Förderung der Entwicklungsländer. Quellen und Infos: KfW-Mittelstandsbank, Tel.: 01801/241124, E-Mail: infocenter@kfw-mittelstandsbank.de (http://www.kfw-mittelstandsbank.de); KfW-Bankgruppe, Tel: 01801/335577, E-Mail: info@kfw.de (http://www.kfw.de) Energiepreis 2004 Unter dem Motto "Mit neuer Energie in die Zukunft" schreibt das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie für das Jahr 2004 zum vierten Mal den Bayerischen Energiepreis aus. Die Auszeichnung soll Motivation sein für Innovationen in der Energietechnik, hinsichtlich der Nutzung wirtschaftlicher Potentiale sowie eines umweltbewussten Umgangs mit den Ressourcen. Bewerbungen sind bis zum 26. Januar 2004 möglich. Wie bereits 1999, 2000 und 2002 wird ein breitgefächertes Bewerberspektrum angesprochen: Entwickler, Planer, Hersteller und Betreiber. Bewerben können sich Einzelpersonen und Teams. Die Anforderung der Bewerbungsunterlagen wie auch die Einreichung von Bewerbungen kann u.a. über Kammern und Verbände sowie über weitere vorschlagsberechtigte Institutionen wie z.B. die Bayern Innovativ oder C.A.R.M.E.N für den Bereich Landwirtschaft erfolgen. Aufbereitung von Biogas Ob man Biogas in Motoren, Mikrogasturbinen oder Brennstoffzellen verstromt, ins Gasnetz einspeist oder als Kraftstoff vermarktet - eine Aufbereitung des Biogases wird in jedem Fall notwendig sein. Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) hat zusammen mit der FAL Braunschweig zu diesem Thema am 17./18. Juni 2003 ein Fachgespräch durchgeführt. Der Tagungsband wurde nun veröffentlicht. Herausgeber: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Hofplatz 1, 18276 Gülzow, Tel.: 03843/6930-0; Fax: -102; E-Mail: info@fnr.de (http://www.fnr.de) Biogas in Appenfelden Ökonomische und ökologische Aspekte haben
dazu beigetragen, dass in Appenfelden (Oberscheinfeld) eine Gemeinschaftsbiogasanlage
entstanden ist. Rindergülle und Hühnerkot werden hier zur Gewinnung von
elektrischer Energie und Wärme genutzt. Die Vollerwerbs-landwirte Hans-Michael
Binder aus Appenfelden und Peter Ullrich aus Kirchrimbach wollten durch
den Betrieb der Anlage die Zukunftsfähigkeit ihrer Betriebe stärken. Aufgrund der schlechten Futterverwertung der Tiere ist der Mist sehr energiereich und gut für die Biogasproduktion geeignet. Die Biogasanlage steht in unmittelbarer Ortsnähe und kann so über ein 300 Meter kurzes Wärmenetz Wärmeenergie an sechs Einfamilienhäuser liefern. Im Rahmen des "Gesamtkonzeptes Nachwachsende Rohstoffe in Bayern" wurde die Biogasanlage mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten vom Freistaat Bayern gefördert. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 797.000 Euro. Infos: C.A.R.M.E.N. hat zur Biogasanlage Appenfelden eine Broschüre erstellt, die kostenlos erhältlich ist.
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