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Newsletter/ nawaros®07/03 Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ® biomasse 2003 - C.A.R.M.E.N.-Symposiumuropäische biomasse 2003 - C.A.R.M.E.N.-Symposium Vom 26. bis 29. Juni informierten sich
in Straubing 8.000 Besucher auf der "biomasse 2003" über
Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie. Die am Freitag und Samstag angebotenen
Fachgespräche zu Biodiesel und Holzpellets waren mit 250 bzw. 300
Interessenten ebenfalls bestens besucht. Am Sonntag besuchte der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Erwin Huber, die "biomasse 2003". Unternehmerpreis für Lopper Biomasse-Bundesliga gestartet C.A.R.M.E.N.-Symposium Einen Tagungsband zum Symposium gibt es
für 21,40 Euro bei C.A.R.M.E.N. C.A.R.M.E.N.-News Bei der Mitgliederversammlung des C.A.R.M.E.N.
e.V. am 28. Juni wurde Klaus Bär von der Metzeler
Schaum GmbH in den Vorstand gewählt. Er übernimmt damit
die Position von Rudolf Miller von der Firma Preform.
Ein Projekt des Innovations-, Technologie- und Designzentrums des Deutschen Flechthandwerks e.V. (ITDZ) in Lichtenfels wird nun vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten bezuschusst und von C.A.R.M.E.N. betreut. Projektziel ist, die Rohstoffversorgung des über das ITDZ organisierten Flechthandwerks langfristig zu sichern. Da weder im In- noch im Ausland ausreichend Weidenstöcke mit erforderlichen Eigenschaften verfügbar sind, werden nun in Bayern neue Kulturen geeigneter Weidensorten der Gattung Salix Viminalis (Hanfweide, Ulbrichtweide, Ingeborg) angelegt. Für den Erhalt und die züchterische Weiterentwicklung dieser Sorten ist die Anlage eines Weidenzuchtgartens in Lichtenfels geplant. Für die Anfangsphase des Projektes wird ein Rohstoffbedarf von 90.000 bis 100.000 Weidenstöcken pro Jahr veranschlagt. Das ITDZ wird für die Anlage der Weidenkultur mit 13.854 Euro gefördert und erhält für die Betreuung der beteiligten Landwirte und die Projektleitung eine weitere Zuwendung von 3.912 Euro. Das ITDZ wurde 1993 gegründet um die Konkurrenzfähigkeit des heimischen Flechthandwerks (Schwerpunkt Oberfranken) zu stärken. Da Importe aus Billiglohnländern eine starke Konkurrenz darstellen, werden den Mitgliedsunternehmen des ITDZ innovative Flechtprodukte und Technologien entwickelt zur Verfügung gestellt. Beispielsweise wurde bereits eine patentierte Technologie zur Herstellung von Flechtstreifen/Weidenbändern entwickelt, die begradigt, geschält und anschließend in Streifen geschnitten werden. Damit können Möbel und Einrichtungsgegenstände gefertigt werden. Kontakt: Innovations-, Technologie- und Designzentrum des Deutschen Flechthandwerks e.V. (ITDZ), Schneidmühlweg 28, 96215 Lichtenfels, Tel.: 09571/795135/4625, Fax: 09571/74589 und C.A.R.M.E.N, Dr. Bettina Schmidt
Aus Hanf und Flachs gewonnene Fasern finden nicht nur in der Textilindustrie Verwendung. Das hohe Leichtbaupotential von Faserverbundwerkstoffen ist für den Einsatz in Windenergieanlagen prädestiniert. Während der Hannover Messe im April 2003 wurde im Rahmen des "Tech Transfer" ein Rotorblatt auf Basis Nachwachsender Rohstoffe vorgestellt. Es zeigte sich, das auch belastbare Strukturen wie z. B. Industrie-Sicherheitshelme künftig auf Basis Nachwachsender Rohstoffe erstellt werden können. Solche Sicherheitshelme sind bis zu zehn Prozent leichter als herkömmliche Modell und sollen ab 2004 auf dem Markt verfügbar sein. Fasern von Hanf oder Flachs finden sich außerdem in vielen Autoteilen, auch der Einsatz in Computergehäusen und Büromöbeln ist möglich. Diese Produkte können über den Kompost entsorgt werden, wenn die Pflanzenfasern in Kombination mit Natur-Harzen eingesetzt werden. Hutablagen, Sitze und Innenverkleidungen werden bereits serienmäßig aus Faserprodukten erstellt. Dabei werden Faserteppiche unter Zusatz von Bindemitteln in die vorgesehene Form gepresst. Auch Spritzgussverfahren zur Herstellung beliebiger Formen aus Bio-Verbundstoffen wurden bereits entwickelt. Sie können zukünftig mit Kunststoffen konkurrieren und im Fahrzeugbau zahlreiche Glasfaserprodukte ersetzen, da sie nicht nur problemlos recycelbar sondern auch kompostierbar sind. Nach Angaben der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe werden derzeit gut 25.000 Tonnen Naturfaserprodukte jährlich in der Autoindustrie benötigt. Für die Landwirtschaft eröffnet sich in diesem Bereich ein neues Produktionsfeld, das einen ähnlichen Boom erfahren könnte wie der Anbau von Raps für die Biodiesel-Produktion. Infos und Quellen: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, Gülzow, E-Mail: info@fnr.de (http://www.fnr.de), Salzburger Nachrichten vom 1. Juli 2003 (http://www.salzburg.com) und Handelsblatt vom 30. Juni 2003 (http://www.handelsblatt.com) Planungsprogramm für Energie aus Biomasse Um Planungen im Bereich der energetischen Biomassenutzung zu erleichtern und einen schnellen Überblick über Planungsalternativen geben zu können, wurde am Institut für Technik in Gartenbau und Landwirtschaft der Universität Hannover das Planungsprogramm HORTEB entwickelt. HORTEB ermittelt für jeden Standort und Planungsfall optimale Lösungen. Angaben zu verschiedenen Holzbrennstoffen, Chinaschilf, Getreideganzpflanzen und Stroh werden ebenso berücksichtigt wie verschiedene Gebäudetypen. Aus den voreingestellten bzw. eingegebenen Daten ermittelt HORTEB die Wärmegestehungskosten sowie die CO2- und die Energiebilanz. Die resultierenden Werte werden jeweils mit ausschließlicher Heizöl- bzw. Erdgasnutzung verglichen, so wird neben der CO2-Einsparung die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Biomasse-Variante deutlich. Als Zielgruppe für eine Anwendung des Programms kommen Ingenieurbüros, Energieagenturen, kommunale Energieberater, Forschungseinrichtungen und interessierte Nichtfachleute in Frage. HORTEB wurde vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft finanziert, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) übernahm die Projektträgerschaft. Erstellt wurde das Programm von Dr. Ruth Brökeland im Rahmen ihrer Dissertation. Anschließend wurde HORTEB erweitert und aktualisiert. Dr. Brökeland ist als Projektmanagerin bei C.A.R.M.E.N. tätig. Info: Die aktualisierte Programmversion HORTEB kann für 100 € beim Institut für Technik in Gartenbau und Landwirtschaft unter http://www.itg.uni-hannover.de/software/horteb.htm erworben werden. Für registrierte Nutzer ist der Download kostenlos.
Die erste oberfränkische Straße wurde nun im Landkreis Kulmbach mit RapsAsphalt beschichtet. Auf der Strecke von Lindau nach Trebgast wurden 17 Tonnen der Bitumenemulsion auf Rapsölbasis eingesetzt. Auf diesen 10.000 m2 wurde Rapsöl von einem Hektar Raps eingesetzt. Da für einen Quadratmeter RapsAsphalt die Ernte von einem Quadratmeter Rapsfeld benötigt wird, bietet diese Verwendungsform gute Absatzmöglichkeiten für die Landwirtschaft. Das innovative Produkt wurde von der österreichischen Firma Vialit Asphalt Ges.m.b.H. & Co.KG entwickelt. Die langjährigen Erfahrungen in Österreich zeigen, dass dieser Asphalt hervorragend für die Oberflächenbehandlung von Straßen geeignet ist. Er bewirkt eine Festigkeitszunahme der Beläge, reduziert den Verschleiß und verlängert die Nutzungsdauer (s. nawaros® 06/2002). Die bayerische Firma Klaus Geuder Straßenunterhalt
GmbH ist von der Qualität ebenfalls überzeugt und vermarktet
das Produkt in Deutschland. Die GmbH betreut ein Projekt, das bereits
über Teststrecken in den Regionen Feuchtwangen, Ansbach, Simbach
und Dingolfing-Landau verfügt. Die Bitumenemulsion, die vier Prozent
Rapsöl enthält, soll unter hiesigen Verhältnissen wie Witterung
und Verkehrsbelastung erprobt werden. Das Projekt wird vom Bayerischen
Ministerium für Landwirtschaft und Forsten gefördert und von
C.A.R.M.E.N. unterstützt. Weitere Infos: C.A.R.M.E.N., Dr.
Bettina Schmidt und Klaus Geuder Straßenunterhalt GmbH, Tel.:
09861/87791, E-Mail: info@geuder-strassenmeister.de
(http://www.geuder-strassenmeister.de)
Für Grillfeste und Sommerpartys wird bevorzugt Einweggeschirr genutzt. So wird der lästige Abwasch vermieden, doch bleiben Abfallberge zurück. Die Schweizer Handelskette Migros bietet nun Einweggeschirr und Besteck aus Nachwachsenden Rohstoffen von der Firma "compost it" an. Geschirr aus Zuckerrohr-, Schilf- und Bambusfasern und Besteck aus einem Stärke-Zellstoffgemisch gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Die Produkte sind hitze- und feuchtigkeitsbeständig sowie mikrowellen- und tiefkühltauglich. Sie lassen sich problemlos über den Industriekompost, aber auch mit etwas Geduld im heimischen Komposthaufen entsorgen. Quellen und Infos: Newsletter Kompostforum Schweiz vom 18.06.03 im Internet unter http://www.kompost.ch, weitere Infos: http://www.materbi.com, http://www.petroplast.ch, http://www.ibaw.org
Die Autohersteller Audi und VW haben die Freigabe ihrer neuen Dieselmodelle für Biotreibstoff gestoppt, da die Euro-4-Norm u. a. für neue TDI-Motoren problematisch sein könnte. Beispielsweise könne Biodiesel im Gemisch mit herkömmlichem Diesel im Kraftstoffsystem vorhandene Ablagerungen lösen. Auch sei nicht sicher gestellt, dass die Euro-4-Abgasnorm mit Biodiesel erreicht werde, so Udo Rügheimer, Unternehmenssprecher der Audi AG. Rupert Schmidt, Geschäftsführer der Campa-Biodiesel GmbH, erklärte auf der "biomasse 2003" in Straubing, dass sich die Zahl nicht normgerechter Biodieselqualität bei Tankstellenbeprobungen trotz deutlich gestiegenem Absatz nicht erhöht habe. Dieses Ergebnis bezog er von der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement e.V.(AGQM), die sich für die internationale Normung des Kraftstoffs und die Qualitätsverbesserung einsetzt. Entsprechend geprüfte Tankstellen erhalten einen DIN-Aufkleber als Nachweis über die Einhaltung der E DIN 5106 und als Kontrollzeichen ein grünes Q mit goldenem Rapsöltropfen auf blauem Grund. Von den rund 1.600 deutschen Tankstellen sind bereits 1.300 zertifiziert, teilt die Union zu Förderung von Oel und Proteinpflanzen e.V. mit. Schmidt nannte die Beimischung von Biodiesel zu konventionellem Dieselkraftstoff als technisch unproblematisch, dies bedinge jedoch weiterhin eine Abhängigkeit von den Mineralölkonzernen. Er sprach sich deutlich für Biodiesel als Reinkraftstoff aus, weil das außerdem sicherstelle, dass nur gute Qualitäten auf den Markt kämen. Bezüglich der Einhaltung der Euro-4-Abgasnorm verwies Schmidt auf einen Sensor, der im Auftrag der Biodieselhersteller entwickelt würde und erkennen könne, ob Biodiesel oder Diesel getankt wurde sowie gegebenenfalls das elektronische Einspritzsystem entsprechend einstelle. Die Autoindustrie werde wohl auch weiterhin Biodieselpakete für Fahrzeuge anbieten, für die ein Aufpreis gezahlt werden müsse, so Schmidt. Infos: C.A.R.M.E.N. e.V., Hubert Maierhofer und Union zu Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (http://www.ufop.de) Neue Fördersätze Wie die Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mitteilt, wurden die Fördersätze
des Markteinführungsprogramms "Biogene Treib- und Schmierstoffe"
zum 5. Juli 2003 gesenkt. Grund ist die gestiegene Anzahl der Antragstellungen.
Infos: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, Gülzow, Tel.: 03843/6930-0, Fax: -102 (http://www.fnr.de) und http://www.pflanzenoel-initiative.de
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