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Newsletter/ nawaros®03/03 Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ® Internationales Symposium "Advanced
Bioplastics" - ein voller Erfolg Internationales Symposium "Advanced Bioplastics" - ein voller Erfolg Vom 12. bis 13. Februar 2003 fand in Nürnberg die internationale Fachtagung zu biologisch abbaubaren Werkstoffen "Advanced Bioplastics" statt. Das von der Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe (IBAW) und C.A.R.M.E.N. ausgerichtete Symposium war mit mehr als 110 Vertretern aus dem In- und Ausland bestens besucht. Biokunststoffe sehen nicht nur aus wie herkömmliche Kunststoffe, sie sind auch so einsetzbar und verfügen über besonders umweltfreundliche Eigenschaften. Die Kunststoffneuheiten werden zum größten Teil aus Nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Kartoffeln oder Cellulose gewonnen und sind ohne schädliche Rückstände kompostierbar. Viele Unternehmen der Kunststoffindustrie haben dies erkannt und arbeiten zunehmend mit Biokunststoffen. Auch im Handel fassen die umweltfreundlichen Produkte Fuß. Die italienische Supermarktkette Iper verpackt seit letztem Jahr Obst und Gemüse aus Italien ausschließlich in biologisch abbaubaren Verpackungen. Auch in Großbritannien zeigen immer mehr Verbraucher Interesse an den Materialien und das Umweltbewusstsein der Firmen steigt. Politische Unterstützung signalisierte der Bayerische Staatsminister für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz, Eberhard Sinner, in seiner Rede auf dem Abendempfang. Er machte deutlich, dass nachhaltige Produkte nur auf Basis von Rohstoffen erzeugt werden können, die immer wieder neu produziert werden, bzw. nachwachsen können. Dr. Joachim Ehrenberg berichtete als Vertreter der EU-Kommission vom "Environmental Action Plan" und den Aktivitäten der EU-Kommission im Bereich Nachwachsender Rohstoffe. Anschließend wurden verschiedene Biokunststoffarten und Produkte präsentiert. Neben Verpackungen, Folien, Vliesen und kompostierbaren Abfallbeuteln fanden auch Verpackungschips und Kinderspielzeug aus Biologisch Abbaubaren Werkstoffen großes Interesse. Aufgrund der Resonanz ist für das nächste Jahr wieder ein Symposium geplant. Infos und Tagungsunterlagen: IBAW, Marienstr. 19/20, 10117 Berlin, Tel.: 030/28482-350, E-Mail: info@ibaw.org (http://www.ibaw-symposium.com) Blauer Engel für Pelletheizungen Wie das Umweltbundesamt mitteilt, gilt für emissionsarme und energieeffiziente Holzpellet-Feuerstätten das Umweltzeichen "Blauer Engel" (s. nawaros® 02/2002). Der Blaue Engel wird für Holzpellet-Kessel im Leistungsbereich bis 50 kW und für Holzpellet-Öfen zur Einzelraumheizung bis 15 kW vergeben. Die Vergabekriterien umfassen unter anderem folgende Anforderungen: rationelle Energienutzung (Wirkungsgrad); niedrige Emissionswerte für Kohlenmonoxid, organische Verbindungen, Staub und Stickoxide. Zu den Anforderungen an die Vergabe des Blauen Engels wurde beim Umweltbundesamt eine Studie angefertigt, die in Kürze auch unter http://www.blauer-engel.de bereitsteht. Quellen und Infos im Internet: Umweltbundesamt unter http://www.umweltbundesamt.de, BIZ-Newsletter vom März 2003, http://www.biomasse-info.net und neue energie Nr. 3, März 2003, S. 130
Die Bundesregierung einigte sich darauf, die Mehrwertsteuer für Brennholz und Holzpellets nicht zu erhöhen. Demnach wird für Energieholz weiterhin der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten. Die Bundesregierung trägt damit dem Ausbauziel für Erneuerbare Energien und der Bedeutung der Bioenergie Rechnung. Die verstärkte Nutzung von Bioenergie ist ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzstrategie und der "weg vom Erdöl-Politik". Darüber hinaus hat die Entscheidung zum Ziel, innovative Technologien der Brennholznutzung wie neue Pelletheizungen voranzutreiben. Diese behalten einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem umweltschädlichen Erdöl. Quellen und Infos im Internet: Bundesverband Bioenergie (BBE) unter http://www.bioenergie.de und Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) unter http://www.stromtarife.de Aktion-Holzpellets Den Start der NRW-weiten "Aktion Holzpellets" gab Umweltministerin Bärbel Höhn zum Auftakt der Fachtagung "Holzpellets" auf der Messe "E-World of energy and water" (11. - 13.02.2003) in Essen bekannt. Ziel der Aktion ist, der umweltfreundlichen Heiztechnik mit Holzpellets zum breiten Durchbruch zu verhelfen. Lange Transportwege, Tankerunglücke und Krisen um Ölreserven können vermieden werden. Die "Aktion Holzpellets" wird gemeinsam vom NRW-Umweltministerium und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Kooperation mit der Energieagentur NRW durchgeführt. Quellen und Infos: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (http://www.murl.nrw.de) und Energieagentur NRW, E-Mail: Energieagentur.NRW@ea-nrw.de (http://www.ea-nrw.de) Zukunft von Ethanol Auf dem Fachkongress für Biokraftstoffe der Bundesinitiative Bioenergie im Dezember 2002 wurde deutlich, dass die hiesigen Ethanol-Märkte vor Außeneinflüssen geschützt werden müssen. Ethanol lasse sich wesentlich günstiger aus Zuckerrohr herstellen als aus der heimischen Zuckerrübe, stellten die Vertreter der Zuckerindustrie klar. Es drohen erhebliche Importe aus Brasilien, die unter Umweltaspekten nicht gerechtfertigt sind. Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Dr. Gerhard Thalheim, zeigte Verständnis für die Befürchtungen und stellte klar, dass es keinen Sinn mache, Bioethanol aus Südamerika dem Ottokraftstoff in der EU steuerbefreit beizumischen. Die Bundesregierung werde der Welthandelsorganisation (WTO) die möglichen Folgen einer ungehinderten Liberalisierung aufzeigen, dennoch dürfe man nicht der Illusion erliegen, den Außenschutz auf bisherigem Niveau halten zu können, geschweige denn anzuheben. Quelle: DLZ, Ausgabe 2, Feb. 2003 Biokonversion Nachwachsender Rohstoffe Industriekompatible biotechnologische Verfahren stellen einen neuen Förderschwerpunkt in der Fördertätigkeit des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) dar. Im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe soll dieser Schwerpunkt gezielt industriell anwendungsorientierte Projekte auf dem Gebiet der Biokonversion Nachwachsender Rohstoffe anstoßen. Mit der Umsetzung ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) beauftragt, die als Projektträger des BMVEL Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte zu Nachwachsenden Rohstoffen koordiniert. Die ausführliche Bekanntmachung kann auf der Internetseite der FNR unter http://www.fnr.de als Word-Dokument eingesehen und heruntergeladen werden. Infos und Quelle: FNR,Tel.: 03843/6930-0, Fax: -102, E-Mail: info@fnr.de (http://www.fnr.de) 12. Biogas-Tagung "Biogas - Mit Visionen die Zukunft der Landwirtschaft gestalten", unter diesem Motto stand vom 4. bis 6. Februar die 12. Jahrestagung des Fachverbands Biogas e.V. im hessischen Borken. C.A.R.M.E.N.-Projektmanager Robert Wagner besuchte die Veranstaltung. Der erste Tag war den EU-Richtlinien, der Qualitätssicherung von Böden und den Rechtsfragen gewidmet. Am 1. Mai 2003 tritt die Nebenprodukteverordnung in der gesamten EU in Kraft. Im Referat von Dipl.-Ing. Roland Kirchmayr, IFA Tulln, Österreich, wurde deutlich, dass viele Fragen offen sind. Da Gülle in der Nebenprodukteverordnung reglementiert wird, sind auch Biogasanlagen von den Bestimmungen betroffen. Am zweiten Veranstaltungstag stand die Praxis im Vordergrund. Prof. Dr. Konrad Scheffer, Universität Kassel, stellte das Bioenergiedorf Jühnde vor (s. nawaros® 12/2002). Hier wird zukünftig eine mit thermischer Vergasung kombinierte Biogasanlage eingesetzt. Diese Kombination ist laut Scheffer speziell für Nachwachsende Energiepflanzen geeignet, da der Faseranteil gut verwertet wird. Den Pflanzen muss vor der Vergasung Presswasser entzogen werden, das in der Biogasanlage umgesetzt wird. Problematisch sind die hohen Mineralgehalte der Energiepflanzen, die nur bedingt in den Presssaft gelangen. Insbesondere Stickstoff und Chlor verbleiben im Faseranteil und führen in der Vergasungsanlage zu Emissionen. Dr. Ernst Kesten von der KWS Saat AG Einbeck, berichtete über Züchtungsstrategien für den Einsatz von Nachwachsenden Rohstoffen in Biogasanlagen, um den Nettoenergieertrag von Ackerflächen zu maximieren. Lars Baadstrop von der Dansk Biogas zeigte, dass es für große Gärrestemengen sinnvoll sein kann, diese zu separieren, um eine phosphor- und eine stickstoffreiche Fraktion zu erhalten. In Dänemark gibt es Gemeinschaftsbiogasanlagen, die mittels Gülleleitungen ohne Transportaufwand beschickt werden. Auch die Austragung von Gärresten ist über Leitungen möglich. Dr. Waldemar Gruber, Landwirtschaftskammer Rheinland, berichtete über Ansätze, die Biogaserträge und die Berechnungsmodelle genauer zu bestimmen. Anschließend wurden die neuen Sicherheitsregeln für Biogasanlagen präsentiert. Im Bereich Gasnutzung stellte Hans-Jürgen Schnell, HJS-Anlagenbau, Probleme und Lösungsmöglichkeiten für Biogas-BHKW vor. Informationen: Fachverband Biogas e.V., Tel.: 08161/984-0, Fax 08161/984-670, E-Mail: biogas@t-online.de (http://www.biogas.org) Bioöle weiter gefördert Die neuen Förderrichtlinien zum Marktanreizprogramm "Biogene Treib- und Schmierstoffe" liegen vor. Umfangreiche Formulare und Projektbeschreibungen sind nicht mehr erforderlich. Die Richtlinien 1, 4 und 5 zur Erstausrüstung bzw. Umrüstung auf Bioschmierstoffe blieben inhaltlich bestehen. Hinsichtlich der Installation von Eigenverbrauchstankstellen gelten weiterhin die "alten" Richtlinien 6 und 7. Anträge können bereits eingereicht werden, wobei die Bundesmittel voraussichtlich erst ab Mai bewilligt werden. Quelle und Infos: Agra-Europe, 06/03 und Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), E-Mail: info@fnr.de. Unter http.//www.pflanzenoelinitiative.de und http://www.fnr.de finden sich detaillierte Informationen. Tschechen zu Besuch Vom 20. bis 21. Februar besuchte Tschechiens Vizeminister für Landwirtschaft, Ing. Jaromir Vasicek, gemeinsam mit dem Direktor der Forstabteilung des Ministeriums, Ing. Martin Chytry, C.A.R.M.E.N. im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. Den Kontakt knüpfte der C.A.R.M.E.N.-Vorstandsvorsitzende Reinhold Erlbeck über das Bayerische Forstministerium. Die wirtschaftliche Verwendung von Holz zu energetischen Zwecken war zentrales Anliegen der Besucher. Gemeinsam mit Reinhold Erlbeck holten C.A.R.M.E.N.-Mitarbeiter die tschechische Forstdelegation an der Grenze in Bayerisch Eisenstein ab und steuerten den ersten Programmpunkt, das Nullenergiehaus im Naturpark Zwiesel, an. Hier stellte Hartmut Löffelmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V., die Besonderheiten der Holzbau- und Energietechnik des Informationshauses vor, das eigentlich nicht "Null"-Energiehaus sondern "Plus"-Energiehaus heißen müsste, da es laut Löffelmann weniger Energie verbraucht als erzeugt wird. Nächstes Ziel war das Heizwerk in Regen, das von Geschäftsführer Max Pletl vorgestellt wurde. Besonders interessiert waren die Gäste an den Erläuterungen zur Betreiber-GmbH, die sich aus den Hackschnitzel liefernden Waldbauern zusammensetzt. Anschließend besichtigte die Gruppe das Pelletwerk der Firma Holz Schiller in Regen. Im Sägewerk der Firma fallen täglich mehrere LKW-Ladungen Holzspäne an, die nicht kostspielig entsorgt, sondern unter Zugabe von Stärke zu Pellets nach der Ö-Norm gepresst und verkauft werden. Am zweiten Tag empfing Oberbürgermeister Reinhold Perlack die Delegation im Straubinger Rathaus. Die Aufgaben vom C.A.R.M.E.N. e.V. wurden im Kompetenzzentrum vorgestellt. Mit der Dauerausstellung von Holzfeuerungsanlagen im Nebengebäude erhielt die Forstdelegation einen Eindruck von der Vielfalt technischer Lösungen und entdeckte unter den Kesseln erfreut ein tschechisches Produkt. Den Programmabschluss bildete die Besichtigung des Heizwerks in Mitterfels, das von Geschäftsführer Josef Simmel und Bürgermeister Heinrich Stenzel präsentiert wurde. Um zahlreiche Erfahrungen, Anregungen, Ideen und Kontakte bereichert, reisten Vizeminister Vasicek und Direktor Chytry zurück nach Prag. Infos: C.A.R.M.E.N. ist bei der Kontaktaufnahme mit dem Tschechischen Forstministerium gerne behilflich. C.A.R.M.E.N. & AEBIOM C.A.R.M.E.N. ist nun Mitglied der AEBIOM (Association of European Biomass Organisations). Die AEBIOM wurde 1990 gegründet und ist eine europäische Organisation, in der 25 Biomasseverbände und Organisationen aus zahlreichen europäischen Ländern zusammen geschlossen sind. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, die Biomasse mit ihren Einsatzbereichen und Produkten in Europa bekannt zu machen. Hintergrundinformationen zu den Aktivitäten finden sich auf der Internetseite http://www.ecop.ucl.ac.be/aebiom. Kontakt: C.A.R.M.E.N. e.V., Karl Hanglberger, E-Mail: kh@carmen-ev.de
Der Tagungsband zum C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch TA-Luft, das am 13. November 2002 in Herrsching stattfand, ist nun in Druck gegangen. (Vor-)Bestellungen nimmt C.A.R.M.E.N. ab sofort entgegen. Infos und Bestellung: C.A.R.M.E.N., Tel.: 09421/960-300, E-Mail: contact@carmen-ev.de, Preis: 10 Euro Nachhaltiges Bauen Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat mit Beteiligung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen Leitfaden Nachhaltiges Bauen erarbeitet. Download unter http://www.bmvbw.de, weitere Infos: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Ref. BS 31, Krausenstraße 17-20, 10117 Berlin, Tel.: 030/2008-7314, Fax: 030/2008-1920, E-Mail: frank.cremer@bmvbw.bund.de Biokunststoffe "Biologisch Abbaubare Werkstoffe", unter diesem Titel ist eine neue Broschüre erschienen. Herausgeber ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., gefördert durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Neben Pflanzen, Rohstoffen und Produkten werden auch Literatur- und Internet-Informationsquellen benannt. Info: Unter http://www.fnr.de kann die Broschüre aus dem Internet heruntergeladen oder bestellt werden. Übrigens hat C.A.R.M.E.N. 2001 die zweite Auflage des derzeit wohl umfangreichsten und aktuellsten Bandes "Biologisch Abbaubare Werkstoffe - Leitfaden und Produktkatalog" erstellt, die für 30,68 Euro hier erhältlich ist. Holzheizungen Die E.V.A. (The Austrian Energy Agency) hat zwei neue Broschüren herausgebracht. Die Publikationen mit den Titeln "Holzheizungen im verdichteten Wohnbau" und "Holz - Umweltfreundliche Wärme und Energie für öffentliche Gebäude" können unter http://www.bioheat.info heruntergeladen oder bei der E.V.A. Tel.: +43-1-5861524, E-Mail: eva@eva.ac.at bestellt werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.bioheat.info.
Im Internet bietet das Hessische Umweltministerium unter http://www.energieland.hessen.de --> Aktuelles, ein Gewinnspiel mit monatlich wechselnden Fragen zum Thema Energie an. Quelle: Rathaus & Umwelt, 01/2003
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