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Newsletter/ nawaros®01/03 Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ® Wärme und Strom für die Alpen- KW-Energietechnik
setzt auf Pflanzenöl - Wärme und Strom für die Alpen - KW-Energietechnik setzt auf Pflanzenöl - Die Firma KW-Energietechnik wurde im Herbst 1995 von Konrad Weigel gegründet. Schwerpunkt sind die Entwicklung und die Herstellung von kleineren Pflanzenöl-Blockheizkraftwerken. Die Grundlagen erwarb Weigel während seiner 15-jährigen Tätigkeit in der Motorenentwicklung bei der Fa. Elsbett Konstruktions GmbH. In den ersten drei Jahren war der Industriemeister sein einziger Angestellter, inzwischen sind drei weitere Mitarbeiter mit Bau, Installation und Wartung der Anlagen beschäftigt. Über 100 Blockheizkraftwerke wurden bereits produziert und installiert. Mehr als 80 % davon werden mit natürlichem Pflanzenöl als Kraftstoff betrieben. In den Alpen erfreut sich diese Pflanzenöl-Technologie zur umweltfreundlichen Strom- und Wärmeversorgung besonderer Beliebtheit. Hier hat die gefahrlose Transport- und Lagerfähigkeit große Bedeutung. Der umweltgerechte Umbau von Alpenhütten ist seit 2001 über das "Alpenhütten-Programm" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderfähig. Damit wird dem Wunsch nach einer ökologisch sensiblen Bewirtschaftung von Berg- und Schutzhütten Rechnung getragen. Mittlerweile haben sich die Anlagen der KW-Energietechnik auf vielen alpinen Schutzhütten bewährt, u. a. auf der Coburger Hütte bei Erwald, der Stüdlhütte und der Glorer Hütte bei Kals am Groß Glockner, dem Kaiserjochhaus, der Sudetendeutschen Hütte und dem Riemannhaus. Das Watzmannhaus, das Kärlingerhaus, die Nördlinger Hütte und die Ingolstädter Hütte werden demnächst ebenfalls mit Energie aus Pflanzenöl versorgt, voraussichtlich gehören bald auch das Straubinger Haus und die Erzherzog-Johann-Hütte dazu. Für die umweltfreundliche Technik interessieren sich auch Firmen, Privatleute und die Kirche. Die Energieversorgung für das Kloster Benediktbeuern im bayerischen Voralpenland wurde nach dem Motto "Mit 6 richtigen in die Nachhaltigkeit" umgestaltet. Sechs regenerative Energiequellen werden genutzt. Das Pflanzenöl-BHKW mit 20 kW elektrischer Leistung deckt ca. 25 % des Strom-Jahresbedarfs. Ein Hackschnitzelkessel, eine solare Brauchwasseranlage, zwei Luft-/Wasser-Wärmepumpen, zwei Wasserkraftanlagen und eine Photovoltaikanlage liefern weitere Energie. Gefördert wurde diese Umgestaltung durch den Freistaat Bayern, die DBU und die e.on Energie AG. "100 % Pflanzenöl sind das Ziel für unsere Blockheizkraftwerke", so der 45-jährige Weigel, der neben dem "Energieträger der Zukunft" auf seine Mitarbeiter und seine drei Söhne setzt. Infos: KW-Energietechnik, Konrad Weigel, Hauptstraße 33, Sulzkirchen, D-92342 Freystadt, Tel.: 09179/5880, Fax: 09179/90562, E-Mail: info@kw-energietechnik.de (http://www.kw-energietechnik.de) Heizen mit Biomasse In Bad Endorf, Landkreis Rosenheim nahm Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller am 16. Dezember ein neues Biomasseheizwerk in Betrieb. Jodthermalbad, Simssee-Klinik, Grundschule, Rathaus, Bauhof, Kurklinik, ein Neubaugebiet sowie weitere gewerbliche und private Einrichtungen können nun mit umweltfreundlicher Wärme versorgt werden. Ein Heizkessel mit 2.000 kW Leistung verfeuert jährlich 3.500 Tonnen naturbelassenes Wald- und Restholz aus der Region. Die 3,5 Millionen Euro teure Anlage fördert das Landwirtschaftsministerium mit rund 1,1 Millionen Euro. Auch die Stadt Monheim im Landkreis Donau-Ries setzt bei der Wärmeversorgung auf Nachwachsende Rohstoffe. Miller übergab dort am 8. Januar ein neues Biomasseheizwerk offiziell seiner Bestimmung. Die Anlage versorgt eine Verbandsschule mit Turnhalle, das Hallenbad und die Mehrzweckhalle der Stadt mit umweltfreundlicher Wärme. Das Herzstück bildet hier ein Biomasseheizkessel mit 500 kW Leistung, der jährlich mit 520 Tonnen naturbelassenem Wald- und Restholz aus der Region befeuert wird. Die 640.000 Euro teure Anlage fördert das Landwirtschaftsministerium mit rund 184.500 Euro. Infos: C.A.R.M.E.N., Dr. Ruth Brökeland, E-Mail: rb@carmen-ev.de (s. auch nawaros® 09/2002) Ausstellung an der FH Weihenstephan In Weihenstephan, dem "Grünen Zentrum" Bayerns, war vom 9. bis 13. Dezember 2002 die C.A.R.M.E.N.-Ausstellung zur Verwertung Nachwachsender Rohstoffe zu sehen. Im neuen Lehrgebäude der Fachhochschule wurden aus Nachwachsenden Rohstoffen hergestellte Erzeugnisse präsentiert. Poster und Broschüren ergänzten die Präsentation, die in den Vorlesungspausen von Studierenden des Fachbereichs Land- und Ernährungswirtschaft dicht umringt war. Auch Studierenden anderer FH-Fachbereiche, der Universität und zahlreiche Bedienstete Weihenstephans nahmen die Möglichkeit wahr, sich über die "Verwertung Nachwachsender Rohstoffe" zu informieren. Zu diesem Thema wird seit einigen Jahren am Fachbereich Land- und Ernährungswirtschaft der Fachhochschule Weihenstephan ein Vorlesungsfach angeboten. Edmund Langer, stv. Geschäftsführer von C.A.R.M.E.N. begeisterte - gemeinsam mit Ausstellungsbetreuer Walter Wallrapp - bei der Einführung am 11. Dezember die meist jugendlichen Zuhörer für die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe. Mehrere Professoren, der Dekan des Fachbereichs und der Kanzler der FH Weihenstephan kamen ebenfalls zur Ausstellungseinführung. In einer umfangreichen und intensiven Diskussion stellten sie sich den zahlreichen weitergehenden Fragen zum Thema "Nachwachsende Rohstoffe". Weitere Infos: C.A.R.M.E.N., Walter Wallrapp, E-Mail: contact@carmen-ev.de und Prof. Josef Eckl, FH-Weihenstephan, Tel.: 08161/714319, E-Mail: josef.eckl@fh-weihenstephan.de C.A.R.M.E.N. auf der BioFach Die Weltmesse für Bioprodukte, "BioFach
2003" findet vom 13. bis 16. Februar in Nürnberg statt. Anlässlich der
BioFach-Messe tagt vom 12. - 13. Februar das IBAW-Symposium "Advanced
Bioplastics 2003". Infos zum Symposium: IBAW, Iris Garlipp, Tel.: 030/28482352, E-Mail: symposium@ibaw.org, Infos zur C.A.R.M.E.N.-Ausstellung: Walter Wallrapp, E-Mail: contact@carmen-ev.de Japaner bei C.A.R.M.E.N. Am 12. Dezember besuchte Dr. Goshi Sato vom Lehrstuhl für Agrarwissenschaften an der Universität Kyushu, Japan, C.A.R.M.E.N. im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing. Biomasseheizanlagen, Biogas und Biodiesel waren seine Interessensschwerpunkte, über die ihn die C.A.R.M.E.N.-Projektbegleiter Robert Wagner (Biogas) und Sebastian Kilburg (Feste Biomasse) informierten. Wagner traf Dr. Goshi Sato erstmals auf seiner Vortragsreise in Japan im März 2002 (s. a. nawaros 04/2002). Goshi Sato nahm nun eine Europareise zum Anlass, um bestehende Kontakte zu vertiefen und sich über Neuerungen zu informieren. Infos: C.A.R.M.E.N., Robert Wagner, E-Mail: rw@carmen-ev.de Betreiber-Stammtisch Am Mittwoch den 15. Januar trafen sich österreichische Betreiber von Biomasse(heiz)werken zum 15. Stammtisch im Gasthof Rosenwirt in St. Stefan i. Rosental. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landes Energie Verein Steiermark (LEV), vom Referat Energie Grau und mit Unterstützung der Lokalen Energieagentur Oststeiermark. Infos: LEV Steiermark, Tel.: (0043) (0) 316/877-3389, Fax: -3391 Neue Verpackungen Der Branchenverband IBAW (Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe e. V.) präsentiert vom 16. bis 18. Januar 2003 auf der Fruitlogistica in Berlin Biokunststoffe zum Verpacken von Obst und Gemüse. Neben neuen Materialien und deren Eigenschaften werden Verpackungen aus dem Modellprojekt Kassel vorgestellt. Infos: IBAW, Anja Jakobi, Tel.: 030/28482354, E-Mail: jakobi@ibaw.org Neue EU-Richtlinie Nach Annahme durch den Europäischen Rat
wird die Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in Kraft treten.
Sie muss innerhalb eines Jahres in nationales Recht umgesetzt werden.
Besonders interessant für die Nachwachsenden Rohstoffe ist § 5. Die Mitgliedsstaaten stellen sicher, dass bei Bau, Verkauf oder Vermietung von Gebäuden dem Eigentümer bzw. dem potenziellen Käufer oder Mieter vom Eigentümer ein Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz vorgelegt wird (§ 7). Bei der Berechnung der Gesamtenergieeffizienz werden auch erneuerbare Energieträger berücksichtigt. Der gesamte Text der Richtlinie ist im Amtsblatt der Europäischen Union nachzulesen. Das Amtsblatt erreicht man über die Internetadresse: http://europa.eu.int/eur-lex/de/index.html. Die Richtlinie findet sich unter der Bezeichnung: 2002/C 197 E/02 Weitere Informationen: 12 Folien zur Energieeffizienz in Englisch: http://europa.eu.int/comm/energy/library/en_bat_sl_en.pdf und http://europa.eu.int/comm/energy/en/fa_2_en.html Fachgespräche Am 23. Januar 2003 veranstaltet C.A.R.M.E.N. in Ochsenfurt ein Fachgespräch zum Thema "Biodiesel für den öffentlichen Personennahverkehr" für Vertreter von Stadtwerken, Bus- und Taxiunternehmen und vergleichbare Interessensgruppen. Am 21. Januar 2003 veranstaltet C.A.R.M.E.N. zusammen mit dem Zentrum für Rationelle Energieanwendung und Umwelt GmbH (ZREU) in Straubing das Fachgespräch "Biogasmärkte der Zukunft" für Hersteller und Betreiber von Biogasanlagen, Stromversorger, Entsorgungsunternehmen, Wärmelieferanten und alle an der Thematik Interessierten. Weiteres: C.A.R.M.E.N. , Hubert Maierhofer (Biodiesel), E-Mail: hm@carmen-ev.de, Robert Wagner (Biogas), E-Mail: rw@carmen-ev.de und im Internet unter http://www.carmen-ev.de. Kompetenzzentrum Aktuell: Dr. Wolfram Münzer gestorben Nur drei Wochen nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand ist der ehemalige Leiter des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, Dr. Wolfram Münzer, an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben. Dr. Münzer wirkte seit 1998 am Aufbau des Straubinger Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe mit. In einer feierlichen Verabschiedung am 19. Dezember würdigte Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller Münzers Lebensleistung. Neuer Leiter im TFZ Als Nachfolger führte Miller Dr. Bernhard Widmann in sein Amt ein. 1999 wurde Widmann mit dem Aufbau der Abteilung Technologie Nachwachsender Rohstoffe beauftragt und übernahm im Januar 2002 die Leitung des gleichnamigen Sachgebiets. Infos: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten Regenerative Energien "Chancen in Emerging Markets - Regenerative Energien - Biomasse-Sonne-Wasser-Wind" ist der Titel einer im September veröffentlichten Studie. Untersucht wurden Mittel- und Osteuropa, Südostasien und Lateinamerika. Bisher haben dort etwa 1,6 Milliarden Menschen noch keinen Zugang zu Elektrizität. Mit der Studie werden Einblicke in die Marktentwicklung für Technologien zur Nutzung regenerativer Energie aus Biomasse, Sonne, Wasser und Wind in ausgewählten entstehenden Märkten ("Emerging Markets") gegeben. Infos und Bestellung: F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformation GmbH, Frau Binsack, Mainzer Landstr. 195, 60326 Frankfurt a.M. (http://www.branchendienste.de), Preis: 75,00 Euro inkl. MwSt. und Versand. Innovative Verfahren Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) hält mit dem Titel "Innovative Verfahren zur Wärme- und Stromerzeugung aus Biomasse" eine von der Fichtner GmbH & Co. KG, Stuttgart, verfasste Publikation bereit. Das Buch stellt aktuelle Technologien in der Bioenergienutzung und deren Wirtschaftlichkeit vor. Infos: Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Gülzow, Tel.:03843/6930, E-Mail: info@fnr.de (http://www.fnr.de). Multimedia-Lernen Ökologisch kompetentes Lernen Wie viel fossile Energie verbraucht die Menschheit an jedem Tag? Wie lange werden die Energievorräte noch reichen? Wer die Antworten darauf wissen möchte oder derartige Fragen bereits lösen kann, hat die Möglichkeit sich bei einem Online-Spiel mit Fragen der Energie zu beschäftigen. Erläuterungen werden ebenfalls angeboten und Begriffe mittels Querverweis erklärt. Die Uni Saarland stellt diese "Problemorientierte Lernumgebungen zur Förderung ökologischer Kompetenz" gegen 2,50 Euro Selbstkostenpreis oder auf der Internetseite bereit (http://www.uni-saarland.de/fak5/graesel/forschung/projekte2.htm). Infos: Michael Bilharz, E-Mail: bilharz@lmu.de Umweltlernen mit "actor" Der Fachbereich Psychologie der Universität Gesamthochschule Kassel entwickelte ein "Multimediales Lernsystem für unterschiedliche Personengruppen zum Erwerb umweltschonender Handlungsstrategien". In "Moroland" einer fiktiven Gegend in der Sahelzone Afrikas gilt es, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu verbessern, ohne die Ökologie und die Wirtschaft zu schädigen. Lernerfolge werden in einer Datei gespeichert. Wird diese Datei per E-Mail an die Uni Kassel geschickt, leistet man nicht nur einen Beitrag zur laufenden Forschungsarbeit, sondern erhält auch eine Rückmeldung zum persönlichen Lernerfolg. Infos: Das Programm "actor" ist als CD-ROM kostenlos bei Prof. Dr. Ernst-D. Lantermann, Universität Kassel, FB 3 - Psychologie, Holländische Straße 36, 34109 Kassel, E-Mail: lantermann@uni-kassel.de erhältlich. Schon mal vormerken! Wichtige C.A.R.M.E.N.-Termine: Weitere Infos: C.A.R.M.E.N., Carmen Weber, cw@carmen-ev.de und im Internet (http://www.carmen-ev.de und http//www.biomasse-gmbh.com)
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