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Newsletter/ nawaros®12/02 Hier finden Sie die Kurzfassung unseres monatlichen Newsletters nawaros ® Biomasse für Strom und Wärme Bioenergiedorf
Jühnde Bioenergiedorf Jühnde Jühnde, eine 800-Seelen-Gemeinde im
Landkreis Göttingen (Süd-Niedersachsen) wird zum ersten Bioenergiedorf
Deutschlands. Stroh, Holz und Biogas aus Gülle sollen hier bald Strom
und Wärme liefern. Ein Team der Universitäten Kassel und Göttingen
wählte das Dorf aus gut 20 Bewerbern aus. Ausschlaggebend dafür
war die große Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe; Jühndes
zehn Vollerwerbshöfe können genügend Biomasse für
die geplanten Anlagen, eine Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk und ein
Nahwärmenetz bereitstellen. Quellen und Infos: Niedersächsische
Landesforstverwaltung (http://www.forstnds.de/aktuell/pi181001.htm),
3sat Redaktion nano, E-Mail: nano@3sat.de
(http://www.3sat.de/nano/cstuecke/34374),
junge Welt vom 07.08.02 (http://www.jungewelt.de),
Initiative Bioenergiedorf, Tel.: 069/791-202238, E-Mail: info@bioenergiedorf.de
(http://www.bioenergiedorf.de),
Prof. Dr. Konrad Scheffer, Universität Kassel, Tel.: 05542/981545,
Tagungsband OTTI-Kolleg, Elftes Symposium Energie aus Biomasse, 21./22.
Nov. 2002, S. 273 ff.
Fachgespräch TA-Luft Über das Emissionsverhalten fester Biomasse-Brennstoffe referierte Gerhard Schmoeckel vom Landesamt für Umweltschutz, Augsburg (LfU). Dr. Michael Rössert, ebenfalls LfU, hielt einen Vortrag über die Entsorgung und Verwertung von Aschen und kündigte ein Aschemerkblatt für die bayerischen Landratsämter für die nächsten Wochen an. Über Erfahrungen bei der Genehmigung von Biomasseheizwerken berichtete das Ingenieurbüro Kess aus Prien. Ein Tagungsband zur Veranstaltung ist demnächst bei C.A.R.M.E.N. erhältlich und wird rechtzeitig im Internet und im nawaros® angekündigt. Infos: C.A.R.M.E.N., Dr. Ruth Brökeland, E-Mail: rb@carmen-ev.de
Bei den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf fand am 8. November eine Fachtagung zum Thema Biogas statt. MdB Josef Göppel verwies auf die wichtige Rolle der Biogas-Technik im zukünftigen Energie-Mix. Im Hauptreferat von Gerhard Huppmann von der Motoren- und Turbinen-Union (MTU) aus München wurden die Aktivitäten und der aktuelle Stand der stationären Brennstoff-Technologie dargestellt. MTU hat bereits einige erdgasbetriebene Prototypen mit einer elektrischen Leistung von 200 kW in Betrieb. Die Vorteile dieser Zukunftstechnologie
liegen im hohen elektrischen Wirkungsgrad von annähernd 50 Prozent
und im äußerst niedrigen Emissionsniveau. Der eingesetzte Brennstoffzellentyp
ist für Biogas geeignet, jedoch ist eine hohe Gasreinheit erforderlich.
Im Podium diskutierten Planungsbüros, Hersteller, Betreiber und Verbände
über das Thema "Wie sieht die Biogasanlage der Zukunft aus?"
Dipl.-Ing. Johann Sedlmeier stellte die Aktivitäten der Landwirtschaftlichen
Lehranstalten im Bereich Biogas. Zu der gut besuchten Veranstaltung waren
viele interessierte Landwirte erschienen.
Im Internet stellt die Pflanzenölinitiative
seit Juli eine Zusammenfassung zu eigenen Biodiesel- oder Pflanzenöltankstellen
bereit. Diese aktuelle Übersicht zu den unterschiedlichen gesetzlichen
Regelungen der Bundesländer wurde vom Institut für Energie-
und Umwelttechnik der Universität Rostock zusammengestellt. Wer eine
solche Tankstelle plant, sollte sich über die regionalen Besonderheiten
informieren, darauf weißt die Fachagentur für Nachwachsende
Rohstoffe hin.
Die Biomasse kommt Eine Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zeigt deutlich, dass im Raum Europa, Naher Osten und Afrika im Markt für Biomassekraftwerke mit erheblichen Steigerungen zu rechnen ist. Den wichtigsten Anstoß dazu gibt das EU-Weißbuch von 1997, wonach bis 2010 der Energieverbrauch der EU zu mindestens 12 Prozent aus Erneuerbaren Energien bestritten werden soll. Von den laut Weißbuch zur Verfügung stehenden 165 Mrd. Euro sollen 85 Mrd. Euro in Biomassekraftwerke investiert werden. Das Europäische Programm für Klimaänderung (ECCP) verschafft dem Biomassesektor zusätzlichen Schwung, denn die Bedeutung der Landwirtschaft als Rohstofflieferant wird hervorgehoben. Zudem gibt es zahlreiche nationale Initiativen. Quellen und Infos: Energie Spektrum, Ausgabe 11/2002, strom magazin, News (http://www.strom-magazin.de) vom 10.09.02, WirtschaftsBlatt online (http://www.wirtschaftsblatt.at) vom 28.03.02, Frost und Sullivan (http://www.power.frost.com)
Energie aus Biomasse Am 21. und 22. November fand in Bad Staffelstein
das 11. Otti-Symposium zur Energiegewinnung aus Biomasse statt. 235 Teilnehmer
beschäftigten sich mit dem Thema Biomasse zur Wärme- und Stromgewinnung.
Nachwachsende Rohstoffe wurden in fester, flüssiger und gasförmiger Form
betrachtet. Zunächst wurden politische Rahmenbedingungen und Perspektiven
der energetischen Nutzung beleuchtet. Infos: OTTI Energie-Kolleg, Tel.: 0941/29688-23, Fax: -17, E-Mail: leonore.nanko@otti.de, der Tagungsband kann über das Internet bestellt werden bei http://www.boxer99.de (--> Wissen/Fachliteratur)
Der Interessenverband der Hersteller und
Verarbeiter von Biologisch Abbaubaren Werkstoffen (IBAW) wird in Kooperation
mit C.A.R.M.E.N. e.V. am 12. und 13. Februar 2003 in Nürnberg anlässlich
der Messe BioFach die internationale Fachtagung "Advanced Bioplastics
- Performance in Application and Environment" durchführen. Die Tagung
bietet einen umfassenden Überblick zu Biokunststoffen. Präsentationen
von Vertretern aus Verarbeitung, Anwendung und Handel stehen im Mittelpunkt
des Programms. Referenten berichten von Erfahrungen bei der Markteinführung. Infos und Anmeldung unter http://www.ibaw-symposium.com und bei Iris Garlipp, Tel: 030/28482352, E-Mail: symposium@ibaw.org
Zum Workshop "CO2-neutrale Wege zukünftiger
Mobilität" bei der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen in
Frankfurt stellte Onno Syassen im September seine Vorstellungen zur Mobilität
der Zukunft vor. Während Bioethanol in subtropischen Gebieten, die sich
für Zuckerrohanbau eignen, Produktionsschwerpunkte aufweist, wird in unseren
(klimatisch kühleren) Regionen Biodiesel aus Raps hergestellt. Infos und Quelle: Dr.-Ing. E.h. Onno Syassen, Mühlweg 55, 69502 Hemsbach, Tel. + Fax: 06201/75945.
Kompetenzzentrum Aktuell, Straubing,
31.10.2002 Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ)
im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe feierte die erste Promotion.
Dipl.-Ing. agr. Edgar Remmele legte seine Doktorprüfung ab. Schwerpunkt
seiner Arbeiten waren Fragen rund um die Eigenschaften und die Qualität
von Rapsöl als Kraftstoff für pflanzenöltaugliche Dieselmotoren. Seine
Arbeit hat dazu beigetragen, dass, ähnlich wie die Normen für Dieselkraftstoff
und Biodiesel, seit Mai 2000 ein Qualitätsstandard für Rapsöl als Kraftstoff
existiert. Infos: TFZ, Tel.: 09421/300-001, Fax: -211, E-Mail: poststelle@tfz.bayern.de
Am 3. Dezember wurde das Biomasseheizwerk Bayreuth durch Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller offiziell in Betrieb genommen. Der Heizkessel mit 800 kW Leistung wird jährlich mit 1.100 Tonnen naturbelassenem Holz aus der Region befeuert und heizt damit die neben dem Schulzentrum als Hauptabnehmer zahlreichen weiteren Gebäuden ein. Am 16. Dezember wird das Biomasseheizwerk in Bad Endorf offiziell seiner Bestimmung übergeben; zum Jahresbeginn, am 8. Januar 2003, folgt die Einweihung des Biomasseheizwerkes Monheim. Infos: C.A.R.M.E.N.
Umwelt und Klima Forschung für den Klimaschutz, so der Titel einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom August 2002. Damit steht ein Überblick über die derzeit geförderten Forschungsaktivitäten im Klimaschutz bereit. Info: Die Publikation ist beim BMBF, Referat Öffentlichkeitsarbeit erhältlich: Tel: 01805/2623-02, Fax: -03, E-Mail: books@bmbf.bund.de und kann als PDF-Datei unter http://www.bmbf.de/pub/forschung_fuer_den_klimaschutz.pdf heruntergeladen werden. Die Broschüre "Umweltdaten Deutschland 2002" informiert über Trends in Bereichen wie Klimaschutz, Schonung natürlicher Ressourcen und Abfallvermeidung. Infos: Die Infoschrift ist erhältlich beim Umweltbundesamt (UBA), Zentraler Antwortdienst (ZAD), Bismarckplatz 1, 14193 Berlin, Fax: 030/89 03-2912 oder kann im Internet (http://www.umweltbundesamt.de) heruntergeladen werden.
Eine Plattform zu Nachwachsenden Rohstoffen steht mit http://www.nawaro-hessen.de im Internet. Unterstützt und durchgeführt wurde dies vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen der Landesinitiative Hessen-Media an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ein Naturschutzangebot für das Internet mit Infos zu Forschungsaktivitäten entstand ebenfalls in Hessen (http://www.naturschutz-forschung.de). Auch hier ging der Auftrag vom Hessischen Umweltministerium aus, wurde über die Initiative Hessen-Media finanziell unterstützt und von der Akademie für Natur- und Umweltschutz e.V. erstellt. Der Dachverband wissenschaftlicher Gesellschaften der Agrar-, Forst-, Ernährungs-, Veterinär- und Umweltforschung e.V. betreut das Portal http://www.agrarforschung.de. Hier gibt es einen Überblick zur agrarrelevanten Forschung. Zu energieoptimiertem Bauen informiert die Internetseite http://www.energietour-rlp.de, die mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums entstand. Unter http://www.energie.de stellt die Mannheimer MVV Energie AG nicht nur Adressen von Unternehmen bereit, sondern auch viele redaktionelle Beiträge rund ums Thema und Rubriken wie Energierecht, -politik, -wirtschaft und -technik. Weiterbildung in Sachen Energie bietet die Energieagentur NRW mit dem Portal http://www.wissensportal-energie.de. Nachhaltigkeit gilt als Leitbild zukunftsfähiger Entwicklung. Ein Lexikon und Expertenmeinungen dazu
finden sich auf der Internetseite der Aachener Stiftung Kathy Beys (http://nachhaltigkeit.aachener-stiftung.de).
Der Baum für's Fest Ein Großteil der in Deutschland angebotenen
Weihnachtsbäume kommt aus Skandinavien, doch es gibt Alternativen, z.
B. Rotfichten oder Waldkiefern aus heimischen Wäldern. Den heimischen Baum mit Plätzchen, Äpfeln, Nüssen, Holz- oder Bienenwachsfiguren schmücken, dann wird das Fest wohl glücken. Quelle und Weiteres: http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/oeko_weihnachten/baum.shtml
Wir wünschen Ihnen an dieser Stelle schöne
Weihnachtsfeiertage und alles Gute für das Jahr 2003.
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